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Deutsch-Polnisches Verwaltungskolloquium
Rechtswissenschaft »lebt« auch vom grenzüberschreitenden Erfahrungs- und Gedankenaustausch. Denn er ermöglicht es, Problemlösungen des nationalen Rechts rechtsvergleichend zu hinterfragen, gegebenenfalls fortzuentwickeln und zu korrigieren. Zugleich leistet der Transfer rechtswissenschaftlicher Erkenntnisse einen gewichtigen Beitrag zur Innovation in Recht und Rechtsdogmatik. Die Sammelbände der Reihe Deutsch-Polnisches Verwaltungskolloquium enthalten Referate und Diskussionsbeiträge der jeweiligen Kolloquien.
Klimaschutz als Herausforderung für das Verwaltungsrecht in Europa
Interdisziplinärer Austausch zwischen Deutschland und Polen Im Deutsch-Polnischen Verwaltungskolloquium treffen hochrangige Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen und Praktiker und Praktikerinnen zusammen, um gemeinsam Grundfragen der europäischen Rechtsentwicklung zu erörtern. Die Umsetzung des Klimaschutzes im Verwaltungsrecht Die in diesem Band dokumentierte Begegnung ist bereits die 22. seit den 1970er Jahren. Sie widmete sich dem Klimaschutz als einer zentralen gesellschaftlichen Herausforderung auch an das Verwaltungsrecht. Aus polnischer wie deutscher Sicht wurden in Poznań Fragen der Energiewende, der Nutzung bzw. Nichtnutzung der Kernenergie, der Umweltverträglichkeitsprüfung bei entsprechenden Planungen sowie grundrechtliche Fragen des Klimaschutzes in den im Tagungsband vereinten Vorträgen behandelt und diskutiert. Wichtige Impulse für die Fortentwicklung der Verwaltungspraxis Der reflektierende Vergleich der jeweiligen Rechtspraxis in Polen und Deutschland eröffnet neue Perspektiven für die Umsetzung des Klimaschutzes im Verwaltungsrecht. Damit trägt das Deutsch-Polnische Verwaltungskolloquium einmal mehr zur Weiterentwicklung des öffentlichen Rechts in Europa und zum Diskurs über ein modernes Verwaltungsrecht bei.
Verwaltungsrecht als politisches Recht
Herausforderungen bei der europäischen Rechtsintegration Das Öffentliche Recht in Europa steht vor großen Herausforderungen. Die Grundlagen einer europäischen Rechtsintegration sind vielfach brüchiger geworden. Dabei sind sowohl Vorbehalte gegenüber einem zu starken, nivellierenden Rechtsregime zu beobachten wie auch umgekehrt die Schwäche von Rechtsregeln gegenüber der politischen Vorhand beklagt wird. Tagungsband zur politischen Dimension im Verwaltungsrecht Im Deutsch-Polnischen Verwaltungskolloquium treffen hochrangige Wissenschaftler/-innen und Praktiker/-innen zusammen, um gemeinsam Grundfragen der europäischen Rechtsentwicklung zu erörtern. Aufgabe der in diesem Band dokumentierten Tagung vom 22. bis 25. September 2019 in Berlin war es, die Strukturen des Verwaltungsrechts hinsichtlich ihrer politischen Dimension zu untersuchen. Eine Fokussierung auf das »politische Recht« in Gestalt des Parlamentsverwaltungs- und Parteienrechts sowie auf die materielle Ausgestaltung des Verwaltungsrechts hinsichtlich der Kommunikationsfreiheiten und des Grundrechtsschutzes im öffentlichen Dienst lotet jene politische Dimension in ihrer Tiefe aus.
Unionsgrundrechte und Diskriminierungsverbote im Verfassungsrecht
Der Tagungsband fasst die Ergebnisse des XVII. Deutsch-Polnischen Verwaltungskolloquiums zusammen, das im September 2011 in Greifswald stattfand. Die Referate befassen sich mit aktuellen dogmatischen Grundproblemen der Unionsgrundrechte und mit konkreten Detailfragen zu zwei der umstrittensten und problematischsten unionsrechtlichen Diskriminierungsverboten – der Altersdiskriminierung und der Diskriminierung aufgrund der sexuellen Ausrichtung. Beiden Themenkomplexen widmen sich die Beiträge aus deutscher und polnischer Perspektive. Ein Überblick über die Entstehung und Entwicklung des Deutsch-Polnischen Verwaltungskolloquiums seit dem Ende der 70er Jahre bis heute ergänzt den Band.