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Wissenschaft
Fiduziarische Grundrechte
Was sind fiduziarische Grundrechte? Welche fiduziarischen Grundrechte kennt das Grundgesetz? Was folgt aus der Einordnung als fiduziarisches Grundrecht? Auf diese Fragen gibt das Werk eine Antwort. Den Ausgangspunkt der Überlegungen bildet das Elternrecht gemäß Art. 6 Abs. 2 S. 1 GG, das vom Bundesverfassungsgericht in zwei zentralen Entscheidungen als »fiduziarisches Recht« bezeichnet wurde. Doch weder das Bundesverfassungsgericht noch das Schrifttum, auf das das Gericht ausdrücklich verweist, definieren den Rechtsbegriff eindeutig – vielmehr noch: in dem Schrifttum, auf das in den Entscheidungen verwiesen wird, wird der Begriff »fiduziarisches (Grund-)Recht« überhaupt nicht gebraucht. Abhängigkeitsverhältnis zwischen verschiedenen Grundrechtsträgern Der Verfasser entwickelt deshalb mittels einer umfassenden Herleitung einen eigenen Definitionsansatz. Dabei wird eine Perspektive in den Fokus gerückt, die bislang im Schatten stand: das funktionale Abhängigkeitsverhältnis zwischen bestimmten Grundrechtsträgern, in dem durch die Ausübung bestimmter Grundrechte erst die Grundbedingung für die Ausübbarkeit anderer Grundrechte geschaffen wird. Die so erkannte Struktur des fiduziarischen Grundrechts schafft die Basis für eine Übertragung der ausgehend vom Elternrecht gewonnenen Erkenntnisse auf andere Grundrechte, namentlich auf die Mediengrundrechte des Art. 5 Abs. 1 S. 2 GG sowie die Wissenschaftsfreiheit nach Art. 5 Abs. 3 GG. Grundrechte und Grundpflichten Der Autor zeichnet die großen Linien der Grundrechtsdogmatik nach und reichert sie durch eigene Gedanken an. Er behandelt mitunter das Rechtsinstitut der Grundpflicht, die Frage nach dem Bestehen einer allgemeingültigen (liberalen) Grundrechtstheorie, die Möglichkeit eines Missbrauchs von Grundrechten, die Grenzen negativer Freiheit sowie potenzielle Vermutungsregeln bei der Auflösung einer Grundrechtskollision.
Human Rights Standards between Recognition, Confirmation, Affirmation and Change
Focus on Human Rights In this book Professors Jau-hwa Chen of Soochow University, Taipei, and Eibe Riedel of the University of Mannheim present 10 contributions from a joint human rights project. The problems faced by marginalized and disadvantaged individuals and groups are examined, with an emphasis on everyday life experiences. Persistent human rights violations are scoped, such as those relating to LGBTIQ+ issues, women’s sexual and reproductive health, and the social exclusion and marginalization of Indigenous tribes in Taiwan. Other contributions address forced evictions and housing rights, unresolved transitional justice issues, as well as constitutional court jurisprudence in Taiwan. Finally, as a warning, the book portrays negative developments in Hungary, where a shift away from parliamentary democratic representation toward increasingly authoritarian rule can be observed, and examines how opposition action outside Parliament may nevertheless succeed despite state interventions. Menschenrechte im Fokus In diesem englischsprachigen Buch präsentieren die Professoren Jau-hwa Chen von der Soochow University, Taipeh, und Eibe Riedel von der Universität Mannheim zehn Beiträge aus einem gemeinsamen Menschenrechtsprojekt. Die Probleme, mit denen marginalisierte und benachteiligte Individuen und Gruppen konfrontiert sind, werden unter besonderer Berücksichtigung ihrer Alltagserfahrungen untersucht. Auch anhaltende Menschenrechtsverletzungen werden analysiert, beispielsweise im Zusammenhang mit LGBTIQ+-Themen, der sexuellen und reproduktiven Gesundheit von Frauen sowie der sozialen Ausgrenzung und Marginalisierung indigener Stämme in Taiwan. Weitere Beiträge behandeln Zwangsräumungen und Wohnrechte, ungelöste Fragen der Übergangsjustiz sowie die Rechtsprechung der Verfassungsgerichte in Taiwan. Abschließend stellt das Buch als Warnung negative Entwicklungen in Ungarn dar, wo eine Abkehr von parlamentarischer demokratischer Vertretung hin zu zunehmend autoritärer Herrschaft zu beobachten ist, und untersucht, wie Oppositionsaktionen außerhalb des Parlaments trotz staatlicher Eingriffe dennoch erfolgreich sein können.
20. und 21. Deutscher Finanzgerichtstag 2024/2025
Doppelband 2024/2025 Dieser Doppelband dokumentiert umfassend die Vorträge des 20. Deutschen Finanzgerichtstags (2024) mit seinem Generalthema »20 Jahre Deutscher Finanzgerichtstag – Steuerrecht und Steuerrechtsschutz in Zeiten zunehmender Digitalisierung und Instrumentalisierung künstlicher Intelligenz« sowie des 21. Deutschen Finanzgerichtstags (2025) mit dem Generalthema »Stand und Entwicklung des Steuerrechts in unsteten Zeiten«. Kontroversen und KI im Steuerrecht Im Mittelpunkt der Veranstaltungen standen dabei zum einen die allgemeinen Herausforderungen, die der zunehmende Einsatz von künstlicher Intelligenz im Bereich des Steuerrechts mit sich bringt. Zum anderen wurden die Auswirkungen der innenpolitischen Kontroversen im Rahmen des demokratischen Meinungsbildungsprozesses sowie die Belastungen durch den anhaltenden Krieg in der Ukraine diskutiert. Neben diesen Generalthemen wurden auch die aktuellen Entwicklungen im Ertrag- und Umsatzsteuerrecht sowie die Weiterentwicklungen im finanzgerichtlichen Verfahrensrecht ausführlich erörtert: Künstliche Intelligenz im Steuerrecht – Einsatzfelder und Herausforderungen für Steuerrechtsgestaltung, Steuerberatung und Steuerrechtsschutz Rechtsfragen der Videoverhandlungen an den Gerichten Verfassungsmäßigkeit der Grundsteuer Aktuelle Rechtsprechung zur Besteuerung der Personengesellschaften Die steuerliche Behandlung von Einlagenrückgewähren im internationalen Kontext Aktuelle Streitfragen der Umsatzbesteuerung Haftung im Steuerrecht Demokratie in der Krise Das Leistungsfähigkeitsprinzip im nationalen und europäischen Steuerrecht Aktuelle Entwicklungen im finanzgerichtlichen Rechtsschutz Verfassungsrechtliche Grenzen steuerrechtlicher Mitwirkungspflichten – Steuervollzug im Dienst der Gleichheit und Freiheit Neuakzentuierungen der Besteuerung von Mitarbeiterbeteiligungen Problematik der Abfärbewirkung in § 15 Abs. 3 Nr. 1 Satz 1 EStG Schenkungsteuer bei Einlagen und sonstigen Leistungen an Gesellschaften Aktuelle Herausforderungen in Betriebsprüfungen Zielgruppen: Richterinnen und Richter des Bundesverfassungsgerichts sowie des Bundesfinanzhofs Steuerberaterinnen und Steuerberater Fachanwältinnen und Fachanwälte für Steuerrecht Finanzverwaltung Dozentinnen und Dozenten für Steuerrecht Interessenverbände der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler
Jahrbuch des Instituts für Angewandte Forschung 2025
»Angewandte Forschung« für den öffentlichen Sektor Das Institut für Angewandte Forschung (IAF) ist die zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg. Es dient der Durchführung von Grundlagenforschung und anwendungsorientierten Forschungs- und Entwicklungsvorhaben sowie der Erarbeitung von Grundlagen für die wissenschaftliche Weiterbildung. Unter dem Begriff der »anwendungsorientierten Forschung« versteht das IAF dabei eine Forschung, die in ihrer Themenstellung und in ihren Ergebnissen für die Praxis des öffentlichen Sektors verwertbar ist. Die Beiträge des Jahrbuchs geben einen umfassenden Einblick in die Breite der Forschungsaktivitäten, die im zurückliegenden Jahr – über vier Fachcluster hinweg – an den insgesamt 17 Einzelinstituten und Kompetenzzentren des IAF sowie darüber hinaus betrieben worden sind. Schwerpunkt Bürokratieabbau Es ist das dritte Jahrbuch mit einem eigenen Schwerpunkt und widmet sich in großen Teilen dem Thema Bürokratieabbau. Mehrere Beiträge beruhen auf Vorträgen im Rahmen der Fachtagung »Red Tape durch Recht? Herausforderungen für den Bürokratieabbau im Rechtsstaat«, die am 7. Mai 2025 an der HVF stattfand. Am Puls der Zeit Thematisch decken die Beiträge die verschiedensten Bereiche der Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften ab, wobei die praktische Relevanz für den öffentlichen Sektor die einigende Klammer bildet. Im Einzelnen geht es dabei – neben dem Bürokratieabbau in all seinen Facetten – u.a. auch um den Zeugnisanspruch im öffentlichen Dienst, die Reform der Landesbauordnung BW, das neue Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung sowie um die Frage nach einer zunehmenden Ungleichverteilung in Deutschland. Die insgesamt 18 Fachbeiträge des Bandes wurden von Forschenden beider Fakultäten an der HVF Ludwigsburg sowie von assoziierten Mitgliedern des Instituts für Angewandte Forschung und Referentinnen und Referenten der Fachtagung »Red Tape durch Recht? Herausforderungen für den Bürokratieabbau im Rechtsstaat« verfasst. Wegweisende Schriftenreihe Das Jahrbuch erscheint als Band 8 der Reihe »Ludwigsburger Schriften Öffentliche Verwaltung und Finanzen«, die von Gerald G. Sander, Jörg Dürrschmidt und Christian F. Majer herausgegeben wird. Neben Dissertationen werden hier auch Tagungsbände, Gutachten und Jahrbücher publiziert. Die einzelnen Titel der Reihe sind nicht nur für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von Interesse, sondern bereichern auch Praktikerinnen und Praktiker aus unterschiedlichen Fachbereichen.
8. Fachsymposium zum Terroranschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz
Symposium zu Sicherheit und Terrorismus In Erinnerung an den Terroranschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz am 19. Dezember 2016 haben die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin sowie die Senatsverwaltung für Inneres und Sport Berlin ein gemeinsames Fachsymposium ins Leben gerufen. Die Veranstaltung fand im Dezember 2024 bereits zum achten Mal statt. Die knapp 180 Teilnehmenden – Handelnde und Verantwortliche aus Politik, Wissenschaft, Polizei und Zivilgesellschaft – trafen sich auch 2024 wieder in Präsenz. Zukunftssicherheit mit KI Das 8. Fachsymposium stand unter dem Thema »Zukunftssicherheit: Die Rolle von Künstlicher Intelligenz im Kampf gegen den Terrorismus«. Künstliche Intelligenz (KI) gewinnt bei der Terrorabwehr zunehmend an Bedeutung. Künstliche Intelligenz im öffentlichen Raum Der Einsatz von KI-gestützten Technologien zur Überwachung öffentlicher Räume ist stark angestiegen; Videoüberwachungssysteme werden vermehrt mit KI ausgestattet, um verdächtiges Verhalten automatisch zu erkennen und Sicherheitskräfte frühzeitig zu alarmieren. Weiterhin wird KI verwendet, um große Datenmengen aus verschiedenen Quellen, wie sozialen Medien und Kommunikationsnetzen, zu analysieren. Das Symposium setzte sich mit diesen und weiteren Entwicklungen kritisch auseinander. Die im Tagungsband dokumentierten Beiträge umfassen neben Grußworten u.a. diverse Impulsreferate, Poster-Sessions, ein Podiumsgespräch sowie die begleitende Aufbereitung der Veranstaltung durch einen Live-Künstler. Inhaltlich steht die interdisziplinäre Auseinandersetzung mit dem Einsatz von KI-gestützten Technologien zur Terrorabwehr im Vordergrund. Mit Beiträgen u.a. von Kristin Pfeffer (Hochschule der Akademie der Polizei Hamburg), Hartmut Aden (HWR Berlin), Lou Therese Brandner (HWR Berlin), Anna Louban (HWR Berlin), Sabrina Schönrock (HWR Berlin), Steven Kleemann (Deutsches Institut für Menschenrechte)
Menschenrechte und Werte im Sport
Tagungsband 2024 Dieser Band führt die auf der Tagung der Deutschen Vereinigung für Sportrecht e.V. (DVSR – Konstanzer Arbeitskreis) in Tegernsee im Herbst 2024 gehaltenen Referate zusammen. Komplexe Problematik Der sportliche Wettkampf steht nach hergebrachtem Verständnis unter dem Gedanken des Fair Play. Die Organisation und die Ausübung von Sport sollen unter dieser Prämisse elementaren ethischen Werten und rechtlichen Grundentscheidungen folgen. In Wirklichkeit werden solche Erwartungen jedoch oft enttäuscht. Aus einer spezifisch sportrechtlichen Perspektive können einige Ursachen dafür im geltenden Verbandsrecht, aber auch in einer fehlgeleiteten Anwendung dieses Rechts gefunden werden. Wie ist es nun mit den Menschenrechten im Sport? – Die Beiträge: Die Beiträge dieses Sammelbandes beleuchten mit unterschiedlichen Ansätzen, wie es um Menschenrechte und Werte im verbandlich organisierten Sport bestellt ist, welche Schlüsse daraus gezogen und welche Problemlösungen für die Zukunft angeboten werden können. Professor Dr. Reinhard Klaushofer untersucht in seinem Auftaktreferat, ob und inwieweit heutzutage Menschenrechte im Sport angewendet und durchgesetzt werden. Dabei geht er insbesondere auf die Rechtsprechung in Sachen Semenya, Pechstein und Mutu ein. Mit dem Status von verfassungsrechtlich gewährleisteten Rechtspositionen auf der Bühne des internationalen Sports befasst sich das Referat von Professor Dr. Christoph Degenhart. Im Schwerpunkt wird beleuchtet, ob und inwieweit individuelle Grundrechtsverkürzungen zugunsten der Wettkampfteilnahme hingenommen werden müssen. Verflechtungen von Sportrecht und Völkerrecht werden im Referat von Professor Dr. Björn Schiffbauer analysiert. Am Beispiel des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine wird untersucht, ob und inwieweit Athletinnen, Athleten und Mannschaften wegen gravierender Völkerrechtsverletzungen ihres Heimatstaates von internationalen Sportwettkämpfen ausgeschlossen werden können oder sogar müssen. Dr. Friedrich Hestermann befasst sich in seinem Referat mit kollidierenden Rechtsgütern im Sport. Das Menschenrecht auf freie Meinungsäußerung der Athletinnen und Athleten wird dabei im Lichte des geltenden Verbandsrechts abgewogen gegen das Interesse der Sportverbände, nicht als Plattform für die Verbreitung bestimmter Botschaften missbraucht zu werden. Einen Grundlagenbeitrag liefert Marc Patrick Schneider mit seinem Referat. Darin geht er der Herkunft und Bedeutung der Begriffe »Fairness« und »Fair Play« in Literatur, Forschung und Rechtsprechung detailliert nach. Mit ihrem »Safe Sport Code« bieten Professor Dr. Martin Nolte und Dr. Caroline Bechtel interessierten Verbänden ein Musterregelwerk zur Verrechtlichung ihrer Werte an. Im Mittelpunkt steht dabei die Sicherung der Sportausübung durch die Abwehr interpersonaler Gewalt. Nicht verpassen ... ... sollten diese Zusammenstellung: Sportrechtlerinnen und Sportrechtler, Medizinrechtlerinnen und Medizinrechtler, Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, Sportwissenschaftlerinnen und Sportwissenschaftler sowie Sportfunktionärinnen und Sportfunktionäre. Ein Open Access-Titel Verfügbar als PDF unter www.boorberg-plus.de.
Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Sportrecht
Die Ergebnisse der ersten virtuellen Jahrestagung Das Werk ist aus der virtuellen Jahrestagung 2021 der Deutschen Vereinigung für Sportrecht (DVSR) hervorgegangen. Es untersucht umfassend die rechtlichen Konsequenzen der COVID-19-Pandemie für den Sport. Die Autoren beleuchten in verschiedenen Aufsätzen die Auswirkungen auf den Amateur- und Profisport aus vereins- und verbandsrechtlicher Perspektive, arbeitsrechtliche Fragestellungen im Zusammenhang mit veränderten Arbeitsverträgen und Kündigungen sowie schuld- und medienrechtliche Aspekte, insbesondere in Bezug auf mediale Rechte und vertragliche Verpflichtungen im Sport. Ein weiterer Fokus des Bandes liegt auf den Risiken von COVID-19 im Bereich der Versicherung von Sportveranstaltungen und der Analyse pandemiebedingter Ausfallrisiken. Orientierung für das Sportrecht Das renommierte Expertenteam kombiniert in seinen Beiträgen wissenschaftliche Analyse und praxisnahe Ansätze, um so Orientierung für das Sportrecht zu bieten. Nicht verpassen ... ... sollten diese Zusammenstellung: Sportrechtlerinnen und Sportrechtler, Medizinrechtlerinnen und Medizinrechtler, Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, Sportwissenschaftlerinnen und Sportwissenschaftler sowie Sportfunktionärinnen und Sportfunktionäre.
Das Vertragsrecht der digitalen Güter
Digitale Inhalte und Dienstleistungen im deutschen Schuldrecht Die Europäische Union löste mit der im Jahr 2019 beschlossenen Richtlinie (EU) 2019/770 über vertragsrechtliche Aspekte der Bereitstellung digitaler Inhalte und digitaler Dienstleistungen die größte Schuldrechtsreform des deutschen Rechts seit 2001 aus. Das Vertragsrecht der digitalen Güter im Kontext von Urheberrecht und Datenschutzrecht Diese Abhandlung prüft die Umsetzung der genannten Richtlinie in §§ 327 ff. BGB auf deren Richtlinienkonformität, unterbreitet Vorschläge für die Auslegung und praktische Anwendung der neu in das BGB eingefügten Normen. Damit trägt das Buch zur Klärung des Verhältnisses dieser Vorschriften zum bestehenden besonderen Schuldrecht, Urheberrecht und Datenschutzrecht bei. Detaillierte Analyse der der richtlinienkonformen Umsetzung Das Werk erläutert im allgemeinen Teil detailliert den Regelungsgehalt der Richtlinie vor und grenzt diesen zu anderen Rechtsgebieten wie dem Urheber- und Datenschutzrecht ab. Der Hauptteil der Arbeit widmet sich der Einordnung des Vertrags über digitale Güter in das schuldrechtliche System des BGB und der Lösung der Kollisionen mit bestehendem Recht. Außerdem wird für jede einzelne Norm deren richtlinienkonforme Umsetzung geprüft, und es werden kommentarähnlich Vorschläge zur Auslegung und Anwendung der Normen gemacht. Wegweisende Darstellung für die Praxis Eine tiefergehende Einarbeitung in diese neue Materie ist für alle im Zivilrecht tätigen Juristen in Ausbildung und Praxis unverzichtbar, da die Reform auf diverse Bereiche des gesamten Zivilrechts ausstrahlt. Dies liegt insbesondere daran, dass im Zeitalter der Digitalisierung eine Vielzahl von Verträgen in allen Lebensbereichen digitale Inhalte enthält. Um solche Verträge rechtssicher einordnen zu können, ist es vor allem für Richter und Rechtsanwälte wichtig, über detaillierte Kenntnisse der §§ 327 ff. BGB zu verfügen.
Jahrbuch des Instituts für Angewandte Forschung 2024
»Angewandte Forschung« für den öffentlichen Sektor Das Institut für Angewandte Forschung (IAF) ist die zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg. Es dient der Durchführung von Grundlagenforschung und anwendungsorientierten Forschungs- und Entwicklungsvorhaben sowie der Erarbeitung von Grundlagen für die wissenschaftliche Weiterbildung. Die Beiträge des Jahrbuchs 2024 geben einen umfassenden Einblick in die Breite der Forschungsaktivitäten, die – über vier Fachcluster hinweg – an den insgesamt 19 Einzelinstituten und Kompetenzzentren des IAF sowie darüber hinaus betrieben worden sind. Am Puls der Zeit Thematisch decken die Abhandlungen die verschiedensten Bereiche der Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften ab, wobei die praktische Relevanz für den öffentlichen Sektor die einigende Klammer bildet. Im Einzelnen geht es dabei u.a. um den Ausbau der Windenergie, den gesetzlichen Mindestlohn, den Tatbestand der Steuerhinterziehung, den Digital Services Act, die Verwaltungsdigitalisierung sowie den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Finanzverwaltung. Die insgesamt 17 Fachbeiträge des Bandes wurden von Forschenden beider Fakultäten an der HVF Ludwigsburg sowie von assoziierten Mitgliedern des Instituts für Angewandte Forschung verfasst. Wegweisende Schriftenreihe Dieses Buch ist der siebte Band in der Reihe »Ludwigsburger Schriften Öffentliche Verwaltung und Finanzen« des Instituts für Angewandte Forschung an der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg (HVF). Neben Dissertationen werden hier auch Tagungsbände, Gutachten und Jahrbücher publiziert. Die einzelnen Titel der Reihe sind nicht nur für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von Interesse, sondern bereichern auch Praktikerinnen und Praktiker aus unterschiedlichen Fachbereichen.
7. Fachsymposium zum Terroranschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz
Symposium zu Sicherheit und Terrorismus 2016 haben die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin sowie die Senatsverwaltung für Inneres und Sport Berlin ein gemeinsames Fachsymposium ins Leben gerufen. Die Veranstaltung fand im Dezember 2023 bereits zum siebten Mal statt. Die knapp 180 Teilnehmenden – Handelnde und Verantwortliche aus Politik, Wissenschaft, Polizei und Zivilgesellschaft – trafen sich in diesem Jahr erstmals seit 2019 wieder in Präsenz. Entwicklung der Psychosozialen Notfallversorgung Das 7. Fachsymposium stand unter dem Thema »7 Jahre nach dem Breitscheidplatz-Attentat: Entwicklung und Perspektiven der Psychosozialen Notfallversorgung«. Der Anschlag vom 19. Dezember 2016 war auch eine Zäsur im Bereich der Psychosozialen Notfallversorgung und führt den verschiedenen Akteurinnen und Akteuren vor Augen, welche Maßnahmen im Rahmen der kurz- bis langfristigen Opferbetreuung zu optimieren bzw. zu ergreifen sind. Die im Tagungsband dokumentierten Beiträge umfassen neben Grußworten u.a. diverse Impulsreferate, Poster-Sessions, ein Podiumsgespräch sowie die begleitende Aufbereitung der Veranstaltung durch einen Live-Künstler. Inhaltlich steht die interdisziplinäre Auseinandersetzung mit den wichtigsten Voraussetzungen für eine bestmögliche Begleitung von Menschen in Notsituationen im Vordergrund.
Das konventionswidrige Gesetz
Die Urteilsumsetzungspflichten nach Art. 46 Abs. 1 EMRK Deutschland ist Vertragsstaat der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) und unterliegt als solcher der obligatorischen Gerichtsbarkeit des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR). Die Mitgliedstaaten der EMRK sind verpflichtet, Urteile des EGMR zu befolgen. Die Arbeit analysiert, wie nationale Instanzen auf EGMR-Urteile in Fällen konventionswidriger Gesetze zu reagieren haben. Dies wird am Beispiel des Falls »Herrmann« aufgezeigt. Nach der Verurteilung Deutschlands durch den EGMR stand das Bundesjagdgesetz (BJagdG) als konventionswidriges Gesetz fest. Aufgrund der Urteilsumsetzungspflichten nach Art. 46 Abs. 1 EMRK ergab sich eine umfassende Wiedergutmachungspflicht Deutschlands, die neben der Beendigung der Konventionsverletzung durch individuelle Maßnahmen auch eine Nichtwiederholungspflicht statuierte. Der Rechtsschutz für Betroffene Kernthese dieser Arbeit ist, dass Verwaltungsgerichte bei der Umsetzung solcher Urteile eine zentrale Rolle einnehmen, indem sie individuellen Rechtsschutz gewährleisten: Gegen konventionswidrige Gesetze, die einen »self-executing«-Inhalt haben – also Gesetze, die entweder keiner Vollziehung durch die Verwaltung zugänglich sind oder dieser nicht zwingend bedürfen –, können Betroffene Rechtsschutz über die Feststellungsklage vor den Verwaltungsgerichten erlangen. Der Judikative ist es so möglich, den Urteilsumsetzungspflichten nachzukommen. Der einstweilige Rechtsschutz nach § 123 VwGO Insbesondere der einstweilige Rechtsschutz nach § 123 VwGO im Rahmen einer solchen Feststellungsklage ermöglicht die temporäre Nichtanwendung eines konventionswidrigen Gesetzes im Einzelfall. Damit haben Betroffene ein Mittel in der Hand, um effektiven Rechtsschutz nach Art. 19 Abs. 4 GG zu erlangen, der in einem solchen Fall völkerrechtlich induziert ist. Aus dem Inhalt: Das konventionswidrige Gesetz – die materielle Rechtslage Innerstaatliche Rechtsschutzmöglichkeiten gegen konventionswidrige Gesetze Individueller Rechtsschutz gegen Normen vor dem EGMR Das Bundesjagdgesetz als konventionswidriges Gesetz? Das Urteil »Herrmann« des EGMR und seine Umsetzung Besonders empfehlenswert für: Verwaltungsjuristen Verwaltungsrichter Justizministerien Fachanwälte für Verwaltungsrecht
Sozialstaat in der Schieflage - bleibt die Solidarität auf der Strecke?
Erster Sozialgerichtstag nach Corona Der Tagungsband beinhaltet die auf dem 8. Deutschen Sozialgerichtstag in Potsdam gehaltenen Vorträge. Das Bürgergeld und weitere kontroverse Themen Schwerpunkte der Kommissionen SGB II und SGB III waren die Transformation der Grundsicherung für Arbeitsuchende zum Bürgergeld und die Neufokussierung der Arbeitsförderung. Die Kommission SGB V befasste sich mit dem Für und Wider einer Beteiligung an Krankenhausbehandlungskosten bei eigenverantwortlicher Mitverursachung. Das Thema »Erwerbsminderung – Absicherung im Mehr-Säulen-System und gelingende Teilhabe am Arbeitsleben« war Gegenstand der Kommission SGB VI. Mit COVID-19 als Versicherungsfall der gesetzlichen Unfallversicherung beschäftigte sich die Kommission SGB VII aus verschiedenen Blickwinkeln. Familien in der Pandemie, Gewaltschutz, Pflege in der Pandemie Die Kommission SGB VIII beleuchtete den Solidaritätsbeitrag von Familien in der Pandemie und fragte nach der Lehre für die Kinder- und Jugendhilfe in Krisenzeiten. Dem Gewaltschutz in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen widmete sich die Kommission SER/SGB IX, und die Kommission SGB XI untersuchte die Rolle der Pflegeversicherung in der Pandemie. Aktuellen verfassungsrechtlichen Problemen im Asylbewerberleistungsrecht wandte sich die Kommission SGB XII zu, und schließlich behandelte die Kommission Verfahrensrecht aktuelle europäische und nationale Entwicklungen, den elektronischen Rechtsverkehr und die Auswirkungen der Pandemie auf die Sozialgerichtsbarkeit, basierend auf den Erkenntnissen eines empirischen Forschungsprojekts.
Datenschutz und Persönlichkeitsrechte im Sport
Tagungsband 2023 Dieser Band vereint die auf der Tagung der Deutschen Vereinigung für Sportrecht e.V. (DVSR – Konstanzer Arbeitskreis) in Wörlitz im Herbst 2023 gehaltenen Referate. Öffentlichkeit des Sports versus Datenschutz und Persönlichkeitsrechte Enorme Herausforderungen für Athletinnen und Athleten, Vereine und Verbände leiten sich aus dem komplexen Titelthema ab. Dies gilt gleichermaßen für die Rechtsanwendung und Rechtsberatung in diesem Bereich. Während im Datenschutz die europäische Dimension dauerhafte Bedeutung erlangt hat, unterliegt der Bereich der Persönlichkeitsrechte durch die diversen medialen Verbreitungsformen von Inhalten einer ständigen Aktualisierung. Verbandsarbeit und Bußgeldgefahr Nico Winter beleuchtet »Das Datenschutzrecht für die Arbeit im Verein und Verband«. Dr. Raphael Rohrmoser berichtet über »Talent-Scouting und Bußgeldgefahr«. Das Thema »DSGVO im Beratungsalltag: Auskunftsersuchen, Akteneinsicht, Bußgelder« steht im Mittelpunkt des Beitrags von Prof. Niko Härting. Prangerwirkung und Verdachtsberichterstattung Die beiden Referate von Dr. Johannes Öhlböck und Prof. Dr. Rainer Tarek Cherkeh problematisieren die »NADA-Veröffentlichungspraxis« in Österreich und Deutschland und ihre datenschutzrechtliche Umsetzung. Der Tagungsband schließt mit dem Beitrag »Verdachtsberichterstattung und Persönlichkeitsrechte« von Simon Bergmann. Praktische Lösungsansätze Die Autoren bereiten diese aktuellen Fragen zum Datenschutz im Sport sowie zum Schutz der Persönlichkeitsrechte von Sportlerinnen und Sportlern fundiert auf und präsentieren rechtliche und praktische Lösungsansätze. Nicht verpassen .... ... sollten diese Zusammenstellung: Sportwissenschaftlerinnen und Sportwissenschaftler, Sportrechtlerinnen und Sportrechtler, Medizinrechtlerinnen und Medizinrechtler, Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte sowie Sportfunktionärinnen und Sportfunktionäre.
Darlehensverluste eines Gesellschafters im aktuellen Konkurrenzgefüge der §§ 17 und 20 EStG bei insolvenzbedingter Auflösung einer GmbH
Steuerliche Berücksichtigung von Darlehensverlusten eines Gesellschafters Gesellschafterdarlehen stellen ein weit verbreitetes und beliebtes Instrument zur Finanzierung einer GmbH dar. Bei insolvenzbedingter Auflösung einer GmbH werden Gesellschafterdarlehen aufgrund insolvenzrechtlicher Vorschriften jedoch häufig nicht zurückgezahlt. Die Folge: ein wirtschaftlicher Verlust für den Gesellschafter, für den sich dann regelmäßig die Frage nach der steuerlichen Verlustberücksichtigung stellt. Neue Regelungen im EStG Nach Inkrafttreten des Unternehmensteuerreformgesetzes 2008 (UntStRefG) und des Gesetzes zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen (MoMiG) sowie einem damit verbundenen Paradigmenwechsel des Bundesfinanzhofs hat die Rechtsgeschichte der steuerlichen Verlustberücksichtigung von Gesellschafterdarlehen im Privatvermögen durch die Einführung der §§ 17 Abs. 2a, 20 Abs. 6 Satz 6 und 32d Abs. 2 Nr. 1 lit. b Hs. 2 EStG zuletzt einen neuen Höhepunkt erreicht. Analyse und Ausblick Der Autor untersucht systematisch das Nebeneinander dieser Vorschriften, insbesondere das Konkurrenzverhältnis der §§ 17 und 20 EStG, zeigt die Schwierigkeit einer sachlich fundierten Abgrenzung ihrer Regelungsbereiche und nicht zuletzt ihre praktischen Auswirkungen in Form erheblicher und nicht zu rechtfertigender Belastungsunterschiede auf. Ein Korrekturvorschlag für den Gesetzgeber schließt das Buch ab. Zielgruppen: - Steuerberatung - Fachanwaltschaft für Steuerrecht - Finanzgerichte - Dozentinnen und Dozenten im Steuerrecht - Studierende im Steuerrecht
Klimaschutz als Herausforderung für das Verwaltungsrecht in Europa
Interdisziplinärer Austausch zwischen Deutschland und Polen Im Deutsch-Polnischen Verwaltungskolloquium treffen hochrangige Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen und Praktiker und Praktikerinnen zusammen, um gemeinsam Grundfragen der europäischen Rechtsentwicklung zu erörtern. Die Umsetzung des Klimaschutzes im Verwaltungsrecht Die in diesem Band dokumentierte Begegnung ist bereits die 22. seit den 1970er Jahren. Sie widmete sich dem Klimaschutz als einer zentralen gesellschaftlichen Herausforderung auch an das Verwaltungsrecht. Aus polnischer wie deutscher Sicht wurden in Poznań Fragen der Energiewende, der Nutzung bzw. Nichtnutzung der Kernenergie, der Umweltverträglichkeitsprüfung bei entsprechenden Planungen sowie grundrechtliche Fragen des Klimaschutzes in den im Tagungsband vereinten Vorträgen behandelt und diskutiert. Wichtige Impulse für die Fortentwicklung der Verwaltungspraxis Der reflektierende Vergleich der jeweiligen Rechtspraxis in Polen und Deutschland eröffnet neue Perspektiven für die Umsetzung des Klimaschutzes im Verwaltungsrecht. Damit trägt das Deutsch-Polnische Verwaltungskolloquium einmal mehr zur Weiterentwicklung des öffentlichen Rechts in Europa und zum Diskurs über ein modernes Verwaltungsrecht bei.
Tagungsband 18. und 19. Deutscher Finanzgerichtstag 2022/2023
Fundierte Beiträge Dieser Doppelband dokumentiert umfassend die Vorträge des 18. Deutschen Finanzgerichtstags (2022) mit seinem Generalthema »Steuern und öffentliche Finanzen in und nach der Pandemie« sowie des 19. Deutschen Finanzgerichtstags (2023) mit dem Generalthema »Steuerrecht, Steuergerechtigkeit und Steuerrechtskultur in Krisenzeiten«. Neben den anhaltenden Herausforderungen durch die Coronakrise waren insbesondere die Fortentwicklungen im Bereich des Ertrags- und Umsatzsteuerrechts sowie Fortentwicklungen des finanzgerichtlichen Verfahrensrechts Gegenstand der Diskussionsbeiträge: 18. Deutscher Finanzgerichtstag 2022: Steuerlast und Haushaltspolitik in und nach der Pandemie aus finanzwissenschaftlicher Sicht Verfassungs- und steuerrechtliche Aspekte der Regelungen zum Ausgleich der Pandemielasten und ihre Probleme in der Praxis Gesetzliche Regelung zur Stellung der Steuerberater als Organ der Steuerrechtspflege Notwendige Reformen des finanzgerichtlichen Revisionsrechts aus Sicht der Bundessteuerberaterkammer Entscheidungen des Bundesfinanzhofs zur Vermeidung der doppelten Besteuerung von Renten Aktuelle Änderungen bei der Grunderwerbsteuer Aktuelle Rechtsprechung zur Umsatzsteuer Die steuerliche Förderung energetischer Maßnahmen Neue Rechtsprechung zur Besteuerung von Kapitaleinkünften 19. Deutscher Finanzgerichtstag 2023: (Nationale) Klimaschutzziele – Herausforderungen für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft Rechtsstaatliche Steuergesetzgebung in Phasen politischer und wirtschaftlicher Ungewissheiten Aktuelle Entwicklungen zur Steueroasen- und Missbrauchsabwehr DSGVO und Informationsansprüche gegenüber der Finanzverwaltung Aktuelle Rechtsprechung zur Betriebsaufspaltung Kapitaleinkünftebesteuerung im Licht der Cum-ex-Rechtsprechung Die Durchführung von Unionsrecht Die umsatzsteuerliche Organschaft Zielgruppen: Richterinnen und Richter des Bundesverfassungsgerichts sowie des Bundesfinanzhofs Steuerberaterinnen und Steuerberater Fachanwältinnen und Fachanwälte für Steuerrecht Finanzverwaltung Dozentinnen und Dozenten für Steuerrecht
Der Kapazitätsmarkt in Großbritannien und die Kapazitätsreserve in Deutschland
Versorgungssicherheit im Stromnetz Zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit auf dem Strommarkt sind in vielen EU-Mitgliedstaaten Kapazitätsmechanismen eingeführt worden, um dem sog. Missing-Money-Problem zu begegnen und Investitionen in neue Kraftwerkskapazitäten anzureizen. Da die Kapazitätsmechanismen je nach Ausgestaltung ein großes Marktverzerrungspotenzial aufweisen, hatte die EU mit den »Leitlinien für staatliche Umweltschutz- und Energiebeihilfen 2014–2020« frühzeitig klare Vorgaben für diese aufgestellt. Kapazitätsmarkt und Kapazitätsreserve In Großbritannien wurde mit dem Energy Act 2013 die Electricity Market Reform umgesetzt und der Kapazitätsmarkt eingeführt. Drei Jahre später wurde in Deutschland mit dem Strommarktgesetz die Kapazitätsreserve eingeführt. Deren Erforderlichkeit hat das BMWK seinerzeit wie folgt kommentiert: »Mit einer Kapazitätsreserve stellen wir dem Strommarkt 2.0 eine zusätzliche Absicherung (sozusagen einen >Hosenträger< zum >Gürtel<) zur Seite.« Anlässlich dieser wenig sinnhaften Kombination befasst sich die Arbeit mit 7 Fragestellungen: Ist der Strommarkt in Großbritannien mit dem in Deutschland vor Einführung der Kapazitätsmechanismen strukturell vergleichbar gewesen? Was war der Auslöser für die Implementierung des Kapazitätsmechanismus im jeweiligen Staat und handelte es sich um den gleichen? Inwiefern bestehen Widersprüche in den Argumentationslinien für das Für und Wider des Kapazitätsmarktes bzw. der Kapazitätsreserve? Welcher Kritik sind der Kapazitätsmarkt und die Kapazitätsreserve ausgesetzt? Wie ist der Kapazitätsmarkt bzw. die Kapazitätsreserve im Lichte des Welthandelsrechts zu beurteilen? Sind der Kapazitätsmarkt und die Kapazitätsreserve im Lichte des Europarechts tatsächlich rechtmäßig? Wie ist die Kapazitätsreserve im Lichte des deutschen Verfassungsrechts zu beurteilen? Globale Regelungen Welthandelsrechtlich werden der Kapazitätsmarkt und die Kapazitätsreserve im Hinblick auf das Übereinkommen über Subventionen und Ausgleichsmaßnahmen 940 (SCM-Agreement), das Allgemeine Zoll- und Handelsabkommen (GATT) mit seinen Art. VI, XVI und XXIII sowie das Allgemeine Übereinkommen über den Handel mit Dienstleistungen (GATS) mit seinem Art. XV näher beleuchtet. EU-Beihilferecht und europarechtliche Vorgaben Europarechtlich erfolgt insbesondere eine beihilferechtliche Begutachtung nach Art. 107 AEUV sowie anhand des EU-Sekundärrechts unter Einbeziehung des EU-Legislativpakets »Saubere Energie für alle Europäer« und des EU-Primärrechts, u.a. gemäß Art. 34f. AEUV.
Jahrbuch des Instituts für Angewandte Forschung 2023 - Verwaltung und Gesellschaft im Wandel
Forschung am Puls der Zeit Das Institut für Angewandte Forschung (IAF) ist die zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg. Es dient der Durchführung von Grundlagenforschung und anwendungsorientierten Forschungs- und Entwicklungsvorhaben sowie der Erarbeitung von Grundlagen für die wissenschaftliche Weiterbildung. Unter dem Begriff der »anwendungsorientierten Forschung« versteht das IAF dabei eine Forschung, die in ihrer Themenstellung und in ihren Ergebnissen für die Praxis des öffentlichen Sektors verwertbar ist. 50 Jahre Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg Das Jahrbuch des IAF 2023 steht zugleich im Zeichen des 50-jährigen Bestehens der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg und ist diesem Jubiläum gewidmet. Die Beiträge befassen sich auch mit der Neuausrichtung der Hochschule auf die Bewältigung der komplexen Aufgaben in Staat, Gesellschaft und Kommunen im 21. Jahrhundert, die im neuen Leitbild und Claim »Wissen.Wandel.Werte« zum Ausdruck kommt. Die Beiträge des Jahrbuchs geben einen umfassenden Einblick in die Breite der Forschungsaktivitäten, die im zurückliegenden Jahr an den insgesamt 17 Einzelinstituten und Kompetenzzentren des IAF sowie darüber hinaus betrieben worden sind. Thematisch decken die Beiträge die verschiedensten Bereiche der Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften ab, wobei die praktische Relevanz für den öffentlichen Sektor die einigende Klammer bildet. Im Einzelnen geht es dabei unter anderem um das kommunale Wirtschaftsrecht, Datenverträge, die Digitalisierung von Besteuerungsverfahren, Formen des digitalen, agilen und inklusiven Arbeitens in der Verwaltung, künstliche Intelligenz an Hochschulen, die postmigrantische Gesellschaft und vieles mehr. Die insgesamt 17 Fachbeiträge des Bandes wurden von Forschenden beider Fakultäten der HVF Ludwigsburg sowie von assoziierten Mitgliedern des Instituts für Angewandte Forschung verfasst. Wegweisende Schriftenreihe Das Jahrbuch ist der sechste Band der Reihe »Ludwigsburger Schriften Öffentliche Verwaltung und Finanzen«, die von Gerald G. Sander, Jörg Dürrschmidt und Christian F. Majer herausgegeben wird. Neben Dissertationen werden hier auch Tagungsbände, Gutachten und Jahrbücher publiziert. Die einzelnen Titel der Reihe sind nicht nur für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von Interesse, sondern bereichern auch Praktikerinnen und Praktiker aus unterschiedlichen Fachbereichen.
SächsVBl. - Sächsische Verwaltungsblätter (Online)
Die Vorteile des Online-Dienstes: hohe Aktualität, da Inhalte zum Erscheinungstermin verfügbar zentrale Suche Verlinkungen auf zitierte Normen und Entscheidungen Dokumentenvergleich mit dem »Lesemanager« Markierungen im Text und praktische Notizenfunktion dauerhafte Lesezeichen Sammelmappen mit eigenen Dokumenten und Linksammlungen Archiv mit allen Beiträgen ab 2016 Mehr unter: sächsvbl.boorberg.de Die gewohnten Inhalte für Verwaltungsjuristen und Studierende Die »Sächsischen Verwaltungsblätter (SächsVBl.)« informieren über die Entwicklungen im Bundesrecht und sächsischem Landesrecht. Die Zeitschrift behandelt verwaltungsrechtliche Entscheidungen der 1. und 2. Instanz. Buchbesprechungen, Veranstaltungshinweise und Wissenswertes ergänzen die Inhalte der Verwaltungsblätter. Wissenschaftliche Beiträge Namhafte Autoren schreiben zu aktuellen Problemen des öffentlichen Rechts. Die praxisorientierten Abhandlungen berücksichtigen vor allem das sächsische Landesrecht. Kompetente Schriftleiter und Herausgeber aus Wissenschaft, Gerichtsbarkeit, Verwaltung und Anwaltschaft bürgen für ein fachlich hohes Niveau und eine praxisgerechte Orientierung der »Sächsischen Verwaltungsblätter«. Ausbildung und Prüfung Prüfungsfälle mit methodischen Anleitungen und Lösungsskizzen (teilweise Klausuren aus dem Staatsexamen) unterstützen Studierende und Referendare. Alle Verwaltungsblätter online im Überblick entdecken Sie hier.
6. Fachsymposium zum Terroranschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz
Symposium zu Sicherheit und Terrorismus In Erinnerung an den Terroranschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz am 19. Dezember 2016 haben die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin sowie die Senatsverwaltung für Inneres und Sport Berlin ein gemeinsames Fachsymposium ins Leben gerufen. Die Veranstaltung fand im Dezember 2022 bereits zum sechsten Mal statt. Die über 250 Teilnehmenden – Handelnde und Verantwortliche aus Politik, Wissenschaft, Polizei und Zivilgesellschaft – trafen sich auch in diesem Jahr wieder in digitaler Form und nicht in Präsenz. Deradikalisierungsmaßnahmen im Bereich des islamistischen Extremismus Das 6. Fachsymposium stand unter dem Thema »Übergangsmanagement im Bereich des islamistischen Extremismus – Chancen, Risiken, Perspektiven«. Die im Tagungsband dokumentierten Beiträge umfassen neben Grußworten u.a. diverse Impulsreferate, Poster-Sessions, ein Podiumsgespräch sowie die begleitende Aufbereitung der Veranstaltung durch einen Live-Künstler. Inhaltlich steht die interdisziplinäre Auseinandersetzung mit verschiedenen Ansätzen eines wissenschaftlich fundierten Übergangsmanagements im Bereich des islamistischen Extremismus während und nach der Inhaftierung im Vordergrund.
100 Jahre Deutscher Juristen-Fakultätentag
Reden zum 100. Jubiläum des DJFT Der Band enthält die Redebeiträge anlässlich des 100. Jubiläums des Deutschen Juristen-Fakultätentages in Karlsruhe sowie die Beschlüsse des DJFT aus der Zeit zwischen 2010 und 2021. Sie thematisieren sowohl die Bedeutung der deutschen Juristen-Fakultäten in den letzten 100 Jahren für die Ausbildung von Generationen von Juristen als auch die Rolle des Juristen-Fakultätentages für Rechtsstaat und Demokratie. Sie beschreiben außerdem die Herausforderungen der Gegenwart, die der DJFT zwischen Bewahrung des auf dem Staatsexamen basierenden erfolgreichen Modells des Volljuristen und Anpassung dieses Modells an die aktuellen Bedürfnisse der juristischen Ausbildung zu bewältigen hat. Beschlüsse des DJFT von 2010 bis 2021 Die in diesem Band enthaltenen Beschlüsse setzen die von Peter M. Huber herausgegebene Sammlung der Beschlüsse der Jahre 1999 bis 2009 fort und vervollständigen das Bild des DJFT als Verfechter der Qualität der deutschen juristischen Ausbildung und der sie prägenden Verbindung von Rechtspraxis und Rechtswissenschaft sowie der Exzellenz von akademischer Forschung und Lehre.
40 Jahre deutsches und internationales Sportrecht - Rückblick und Ausblick
40 Jahre Sportrecht in einem Band Über vier Jahrzehnte hinweg hat die Deutsche Vereinigung für Sportrecht die Entwicklung dieses Rechtsgebietes in Deutschland und Europa praktisch und rechtswissenschaftlich begleitet und mitgestaltet. Auf diese Weise hat sie wesentlich zu dessen unerwartet dynamischer Entwicklung beigetragen. Die Vereinigung nimmt in Deutschland einen fachlich allseits respektierten Platz im Kreis derer ein, die sich die Förderung des Sportrechts zur Aufgabe gemacht haben. Zukunft mit Vergangenheit Mit der Jubiläumstagung zieht die Vereinigung 2022 eine juristische Bilanz der letzten 40 Jahre, greift aktuelle Fragen des ehrenamtlich und professionell organisierten Sports auf und nimmt den Rechtsrahmen des Sports und dessen Institutionen in Deutschland und in Europa in den Blick. Kompetente Beiträge Die Autoren und der Herausgeber mit ihren Beiträgen im Jubiläumsband: Thomas Summerer: Auftaktrede des Präsidenten der Vereinigung für Sportrecht Andrzej J. Szwarc: Laudatio Udo Steiner (Hrsg.): Der Sport und das deutsche Grundgesetz Christian Krähe: Die Olympischen Winterspiele in Peking – ein Erlebnisbericht Rudolf Streinz: Der Sport im Spiegel des Europäischen Gerichtshofs Peter W. Heermann: Konkurrenzwettbewerbe – Das Ein-Platz-Prinzip auf dem Abstellgleis? Stephan Netzle: Der Internationale Sportgerichtshof CAS – eine Erfolgsgeschichte? Ambitioniert und neugierig schauen die Mitglieder der Deutschen Vereinigung für Sportrecht in die Zukunft eines Rechtsgebiets, dem sie sich seit 1982 mit Freude und Empathie zugewandt haben. Lesestoff für ... ... alle, die sich mit Recht im Sport und seinen Einflüssen und Wirkungen beschäftigen.
Leitentscheidungen zum Religionsverfassungsrecht
Alle neueren Entscheidungen auf einen Blick Religionsverfassungsrecht oder – mit dem traditionellen Begriff – Staatskirchenrecht ist Fallrecht. Dieses Buch enthält – wie schon der erste Band – eine systematisierte und kommentierte Sammlung der Leitentscheidungen, die man kennen muss, weil nur mit ihnen das Rechtsgebiet gänzlich verstanden werden kann. Band 2 mit einer wegweisenden Einleitung Der praktische Nutzwert der Sammlung wird durch eine hinzugekommene Einleitung gesteigert, in der die roten Fäden der Entscheidungen herausgearbeitet sind. Die Fallsammlung mit hohem Zusatznutzen Die Texte entsprechen der amtlichen Sammlung des Bundesverfassungsgerichts: die Angabe der Seitenzahlen und Randnummern gewährleistet die Zitierfähigkeit, zentrale Passagen sind durch Fettdruck hervorgehoben, Randbemerkungen fassen einzelne Gedanken schlagwortartig zusammen, vorangestellte Übersichten kündigen an, worum es in dem Fall geht, Fußnoten stellen den Zusammenhang zwischen den Entscheidungen her und kommentieren diese.
Jahrbuch des Instituts für Angewandte Forschung 2022 - Festschrift für Helmut Hopp
Am Puls der Zeit Das Institut für Angewandte Forschung (IAF) legt mit diesem Band sein drittes Jahrbuch vor. Die Beiträge des Jahrbuchs geben einen umfassenden Einblick in die Breite der Forschungsaktivitäten, die 2022 an den insgesamt 16 Einzelinstituten und Kompetenzzentren des IAF sowie darüber hinaus betrieben worden sind. Thematisch decken die Beiträge die verschiedensten Bereiche der Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften ab, wobei die praktische Relevanz für den öffentlichen Sektor die einigende Klammer bildet. Festschrift für Helmut Hopp Das Jahrbuch des IAF 2022 erscheint zugleich als Festschrift für Professor Dr. Dr. h.c. Helmut Hopp aus Anlass seines 65. Geburtstages. Es würdigt damit eine Persönlichkeit, die sich über mehr als 25 Jahre in vielfältiger Weise um die Hochschule verdient gemacht hat – in Forschung und Lehre, aber auch in verschiedenen Positionen der akademischen Selbstverwaltung. Die insgesamt 24 Beiträge des Bandes wurden von Forschenden beider Fakultäten an der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg sowie von weiteren Weggefährtinnen und Weggefährten des Jubilars Professor. Dr. Dr. h.c. Helmut Hopp verfasst. Wegweisende Schriftenreihe Dieses Buch ist der fünfte Band in der Reihe »Ludwigsburger Schriften Öffentliche Verwaltung und Finanzen« des Instituts für Angewandte Forschung an der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg (HVF). Neben Dissertationen werden hier auch Tagungsbände, Gutachten und Jahrbücher publiziert. Die einzelnen Titel der Reihe sind nicht nur für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von Interesse, sondern bereichern auch Praktikerinnen und Praktiker aus unterschiedlichen Fachbereichen.