Der von Rainer Seidel begründete und von Christoph Beyer fortgeführte Praxisratgeber erscheint nun in einer vierten, vollständig überarbeiteten, neu geordneten und erweiterten Auflage von Gerhard Zorn. Dank seiner zahlreichen Praxisbeispiele und Mustertexte ist das Buch ein zuverlässiger Ratgeber für alle, die sich erstmals oder vertiefend mit dem besonderen Kündigungsschutz des SGB IX beschäftigen.
Umfassende Darstellung
Der besondere Kündigungsschutz für schwerbehinderte Menschen nach den §§ 168 ff. SGB IX ist einer der komplexesten Bereiche des Rechts von Menschen mit Behinderungen – mit Bezügen zum Arbeits- und Leistungsrecht. Das Buch gibt einen umfassenden Einblick in die Materie. Behandelt werden das Kündigungsschutzverfahren, die Anforderungen an und taktische Tipps für den Vortrag der Beteiligten – aber auch deren Mitwirkungspflichten.
Mit Empfehlungen und Beispielen aus der Praxis
Der Autor erläutert die Praxis der Integrationsämter bei personen-, verhaltens- oder betriebsbedingten Kündigungen sowie die Besonderheiten bei der Änderungs- und der außerordentlichen Kündigung, im Kleinbetrieb und bei kirchlichen Arbeitgebern. Er zeigt mit vielen Beispielen und Empfehlungen aus der Praxis, welche Fristen zu beachten sind und auf welche Fakten es im Vortrag der Parteien ankommt. Auch das Widerspruchs- und Gerichtsverfahren werden anschaulich dargestellt.
Wissen, worauf es ankommt
Gestützt auf seine langjährige Praxiserfahrung erörtert der Autor ausführlich die neueste arbeits- und verwaltungsgerichtliche Rechtsprechung. Ein Schwerpunkt liegt auf den gesetzlichen Präventionsanforderungen an die Arbeitgeber einschließlich des betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM) nach § 167 SGB IX, die nach der Rechtsprechung im Kündigungsschutzverfahren eine maßgebliche Rolle spielen. Aber auch die Rechte schwerbehinderter Beschäftigter gegenüber dem Arbeitgeber nach § 164 Abs. 4 SGB IX werden erläutert, da sie für die Entscheidung des Integrationsamtes maßgeblich sein können.
Kompetenter Autor
Der Verfasser ist Jurist und verfügt über 20 Jahre praktische Erfahrung beim Thema Kündigungsschutz. Er leitete zunächst den Widerspruchsbereich sowie anschließend 15 Jahre die Abteilung Kündigungsschutz/ Begleitende Hilfe beim LVR-Integrationsamt (heute LVR-Inklusionsamt).
Der Ratgeber richtet sich vor allem an
Schwerbehindertenvertretungen,
Betriebs- und Personalräte sowie
Inklusionsbeauftragte des Arbeitgebers nach § 181 SGB IX, aber auch an
Rechtsanwältinnen, Rechtsanwälte und
Mitarbeitende in den Integrations- bzw. Inklusionsämtern.
»Zorn, Kündigungsschutz für schwerbehinderte Menschen im Arbeitsleben (SGB IX)« – die Fachliteratur-Empfehlung in der Rubrik Buch-Tipps in WACHKOMA und danach 4/2022
Echo der Fachpresse zur 3. Auflage
»In dieser Kompaktheit ist der Beyer/Seidel auf dem besten Wege, sich zu einem – wenn nicht sogar zu dem – Standardwerk im Bereich des Besonderen Kündigungsschutzes schwerbehinderter Arbeitnehmer zu entwickeln. Eine weite Verbreitung dieses Werkes ist nicht nur wünschenswert, sondern auch wahrscheinlich.« Dr. Peter Lüttmann, Referatsleiter Kündigungsschutz und begleitende Hilfe im Arbeitsleben im LWL-Integrationsamt Westfalen, Behindertenrecht 7/2010
Der Leitfaden für Inklusionsbeauftragte
Angehende Inklusionsbeauftragte erhalten mit der Neuerscheinung eine wertvolle Orientierungshilfe für ihren neuen und verantwortungsvollen Aufgabenbereich. Erfahrenen Inklusionsbeauftragten bietet das Handbuch neben bewährten Musterformularen viele nützliche Quellenangaben und kompetente Hinweise der Autorinnen und Autoren aus ihrer praktischen Tätigkeit im Bereich der Regelungen des SGB IX.
Aus dem Inhalt:
Rechtliche Stellung und Aufgaben des Inklusionsbeauftragten
Aufgaben des Arbeitgebers im Kontext schwerbehinderter Arbeitnehmer
Zusammenarbeit mit den Einheitlichen Ansprechstellen für Arbeitgeber
Leistungen der Rehabilitationsträger und Integrationsämter
Ein Glossar mit den wichtigsten Fachbegriffen rundet den Leitfaden ab.
Mit 10 digitalen Musterformularen
Für Käufer des Handbuchs sind unter www.boorberg-plus.de 10 ausfüllbare Musterformulare kostenlos digital abrufbar
Aufgaben von Inklusionsbeauftragten in Unternehmen und Behörden
Nach § 181 SGB IX (Sozialgesetzbuch Neuntes Buch – Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen) ist der Arbeitgeber verpflichtet, einen Inklusionsbeauftragten zu bestellen, der ihn in Angelegenheiten schwerbehinderter Menschen verantwortlich vertritt. Die Aufgaben reichen vom Anspruch auf behindertengerechte Beschäftigung über die Inklusionsvereinbarung bis hin zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement und Präventionsverfahren.
Wertvolle Hinweise zur praktischen Umsetzung der Inklusion
Beauftragter für Inklusion zu sein, also für gelebte Verschiedenheit Mitverantwortung zu tragen, ist wesentlicher Bestandteil zum Aufbau einer vielfältigen und integrativen Arbeitskultur. Damit dies gelingt, hat das Autorenteam seine Expertise und Erfahrung in das neue Praxishandbuch eingebracht.