Der Leitfaden bietet eine umfassende und praxisnahe Darstellung der Herausforderungen bei polizeilichen Einsätzen. Übergriffe auf Polizeikräfte sind keine Ausnahme mehr. Sie nehmen in verschiedenen gesellschaftlichen und politischen Kontexten zu. Um im Einsatz das eigene Leben und das von Kolleginnen und Kollegen zu schützen, ist es daher unerlässlich, Risiken zu erkennen und Konflikte zu beherrschen.
Grundlagen und Handlungsempfehlungen
Die Autoren erläutern die theoretischen Grundlagen der Risikoanalyse sowie der Eigensicherung und verknüpfen diese mit praxistauglichen, leicht umsetzbaren Handlungsempfehlungen. So liefert das Buch wertvolle Erkenntnisse zur Gefahrenprävention und zur Bewältigung gefährlicher Situationen.
Die »Human Factors«
Ein Schwerpunkt liegt auf den sogenannten Human Factors – also den menschlichen Einflussgrößen wie Wahrnehmung, Entscheidungsverhalten und körperlichen Reaktionen unter Stress. Aus der Beschäftigung mit diesen Faktoren entwickeln die Verfasser klare Leitsätze für sicheres und verantwortungsvolles Einsatzverhalten.
Darauf aufbauende Themen sind:
Konflikte zwischen Polizei und Bürgern: Ursachen, typische Verläufe sowie Lösungsstrategien
Kommunikation, interkulturelle Kompetenz und psychologische Deeskalation als zentrale Einsatzmittel
Körperliche Voraussetzungen für eine effektive und zugleich verhältnismäßige Anwendung von Zwang
Methoden zur Steigerung der individuellen Stressresistenz
Professioneller Umgang mit Menschen mit mentalen Störungen
Effektive Nachbereitung
Der Ratgeber zeigt darüber hinaus Möglichkeiten zur effektiven Nachbereitung von Polizeieinsätzen auf. Im Fokus stehen dabei die Bewältigung psychischer Belastungen und die nachhaltige Einsatzreflexion im Team.
Die Zielgruppen:
Polizeivollzug aller Laufbahngruppen und Studierende der Polizei, Angehörige von Spezialeinheiten, Einsatztrainerinnen/-trainer, Ordnungsämter, Polizeihelfer/-innen, Wachpolizei, privates Sicherheitsgewerbe, Lehrbeauftragte sowie Dozentinnen und Dozenten.
»Insofern kann man sich nur wünschen, dass der gelungene ganzheitliche Ratgeber als persönliches Nachschlagewerk und Grundlagenliteratur zur Begleitung des sicherheitsbehördlichen Kommunikations- und Einsatztrainings gut angenommen wird. Das Buch gehört als Standardliteratur nicht nur in die Bibliotheken der Aus- und Fortbildungseinrichtungen, sondern als Nachschlagewerk verfügbar für PET-Fortbildungsbeauftragte und Einsatzkräfte auch in die Dienststellen.« Holger Plank, Polizeiwissenschaft: Newsletter; Einsehdatum: 5.3.2026
Was bedeutet »psychologische Eigensicherung«?
Das eingeführte Standardwerk zur psychologischen Eigensicherung beschäftigt sich umfassend mit der Survivability (Überlebensfähigkeit). Diese Fähigkeit ermöglicht es, Gefahren zu vermeiden, zu bewältigen oder zu überleben. Sie ergibt sich aus verschiedenen Kenntnissen, Fähigkeiten, aber auch inneren Einstellungen und weist somit eine starke psychologische Komponente auf. Der Autor zeigt auf, dass das Beherrschen von Kampfsport allein nicht immer gegen Angreiferinnen und Angreifer hilft. Vielmehr spielen auch psychologische Faktoren eine wichtige Rolle.
Überlebensfähigkeit kann man lernen
Auf der Grundlage von Ereignissen aus der polizeilichen Praxis sowie unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Erkenntnisse vermittelt der Leitfaden anschaulich, wie man gefährliche Situationen bewältigen und dabei Verletzungen vermeiden sowie seine Überlebenschancen durch Beachtung psychologischer Faktoren erhöhen kann. Der Verfasser vermittelt den Leserinnen und Lesern einen realistischen Optimismus: Man hat selbst in Gefahrensituationen mehr Chancen, als man glaubt.
Hinweise, Tipps und Übungen für das Training der Eigensicherung vervollständigen die Darstellung.
Die 10. Auflage bietet zusätzliche Themen:
Wie man Survivability wissenschaftlich ermittelt
Aus welchen Gedanken ein Gefahrenradar bei einer Fahrzeugkontrolle bestehen kann
Wie man einen Überfall oder eine Entführung in einem Restaurant vermeidet
Sehr empfehlenswert für ...
Das Buch ist für alle von Nutzen, die beruflich oder privat mit Gefahrensituationen zu tun haben, wie
Polizeibeamtinnen und -beamte,
Personenschützerinnen und -schützer,
Werkschutzpersonal,
Angehörige der Justiz,
Personal in psychiatrischen Kliniken,
Feuerwehrleute und
Rettungskräfte.
Es hilft aber auch bei Bedrohungen durch die Partnerin oder den Partner, in Fällen von Stalking, bei Drohanrufen, bei Machtspielen und Mobbing im Wirtschaftsleben, beim Trekking oder älteren Menschen in bedrohlichen und gefährlichen Situationen.
Die Tatsache, dass sich in der letzten Zeit nicht nur Angriffe auf Polizeikräfte häufen, sondern auch auf Feuerwehrleute und Rettungskräfte, belegt die Notwendigkeit dieses Buches.
Psychisch auffällige Personen im Kontakt mit der Polizei
Dieses Lehrbuch und Lernbuch basiert auf dem Vortragsmanuskript der Autorin für die Veranstaltung »Psychische Störungen« im Psychologie-Modul der Hochschule in der Akademie der Polizei Hamburg. Vor dem Hintergrund vermehrter polizeilicher Kontakte mit psychisch auffälligen Personen steigt die Relevanz des Themas psychische Störungen und die Problematik findet verstärkt Eingang in die Lehrpläne der Polizeiausbildung. Das Buch macht dieses Thema in kompakter Form und didaktisch durchdacht den Studierenden an den Hochschulen der Polizeien, aber auch Polizeibeamtinnen und -beamten in der Praxis zugänglich.
Wichtige Hinweise für Studierende
Der als Lernbuch und Studienbuch konzipierte Teil richtet sich vor allem an Studierende in den Bachelorstudiengängen Polizei bzw. Polizeivollzugsdienst und bietet durch die Fallbeispiele und Übungsfragen die Möglichkeit zum Selbststudium und zur Vorbereitung auf die eigene (spätere) Berufstätigkeit.
Wertvolles Praxiswissen für den Polizeidienst
Der auf die Praxis ausgerichtete Teil zeigt auf, woran man im Kontakt erkennt, ob eine psychische Erkrankung oder Auffälligkeit beim Gegenüber vorliegen könnte und welche psychischen Störungen mit einem erhöhten Gefährlichkeitspotenzial im Sinne möglicher aggressiver Reaktionen einhergehen können. Die Verfasserin erläutert im Einzelnen,
welche spezifischen Risikokonstellationen es gibt (im Sinne der Verknüpfung bestimmter Merkmale der Person und der Situation),
wie Polizeibeamtinnen und -beamte die Situation deeskalieren können und
welches Verhalten sich sehr wahrscheinlich eher eskalierend auswirkt.
Unverzichtbar für ...
Studierende und auch Polizeibeamtinnen und -beamte gewinnen mit diesem Buch Sicherheit im Umgang mit psychisch auffälligen Personen.
* Das schreibt der Experte
Professor Dr. Thomas Feltes rezensiert das Buch.
Durchdachte Entscheidungshilfen
Der Ratgeber leistet einen wichtigen Beitrag zu mehr Sicherheit im beruflichen Kontext der Bediensteten der öffentlichen Verwaltung. Das Buch bietet durchdachte Entscheidungshilfen für sicherheitskritische Situationen in Verwaltungen und Institutionen mit Publikumsverkehr.
Die Empfehlungen der Autoren basieren auf wissenschaftlichen Studien, Erfahrungswerten und langjährig geübter Praxis in ihren unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen.
Fundierter Überblick
Die Verfasser verschaffen einen fundierten Überblick über die Themen:
Grundlagen und Phänomenologie von Gewalt und Aggression
Rechtliche Aspekte (Grundlagen der Strafbarkeit, Selbsthilferechte, Notwehr, Hausverbote, Platzverweise, Opferschutz und -rechte, Schadensersatz)
Merkmale sicherheitskritischer Situationen und daraus abgeleitete Handlungsprinzipien
Bedeutung und Grenzen verbaler, para- und nonverbaler Kommunikation
Deeskalation jenseits der sozial üblichen Kommunikation zur Verhinderung von Gewalt
Physische Eigensicherung im Rahmen der Notwehr und Nothilfe als letztes Mittel
Nachsorge
Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind Fragen der reinen Arbeitssicherheit, des Brandschutzes oder Themen wie Mobbing, Überfälle mit Gewinnerzielungsabsicht, straf-, dienst- oder arbeitsrechtlich relevantes Verhalten von Mitarbeitenden nicht Gegenstand des Leitfadens.
Buchbesprechung von Dorothea Court*
Nicht erst seit meinem Amtsantritt als Leiterin eines süddeutschen Jobcenters beschäftige ich mich regelmäßig mit den Themen Gewaltprävention und Eigensicherung im öffentlichen Dienst.
Bereits vor über zehn Jahren kam ich als Fallmanagerin eines hessischen Jobcenters in den Genuss einer mehrtägigen Fortbildungsveranstaltung zu dieser Thematik, die bereits zum damaligen Zeitpunkt von den beiden Autoren durchgeführt wurde. Die Erkenntnisse und der »Instrumentenkoffer« dieses Workshops sind mir aufgrund der durchgeführten Simulationen eindrücklich in Erinnerung geblieben. Umso mehr ist zu begrüßen, dass diese beiden Experten nunmehr mit dem vorliegenden Werk ihre jahrzehntelangen Erfahrungen und ihre exklusive Fachexpertise an das interessierte Fachpublikum weitergeben. [...] Wenngleich das beste Bedrohungsmanagement nach meiner persönlichen Einschätzung im Zweifel einen entschlossenen Täter niemals gänzlich von einem verbalen oder körperlichen Übergriff wird abschrecken oder abhalten können, sollten präventive Maßnahmen, wie zum Beispiel regelmäßige Schulungen, Deeskalationstrainings und unterstützende Literatur zum Standardrepertoire einer jeden Behörde mit hoher Kundenfrequenz und persönlichem Kontakt zu Bürgerinnen und Bürgern dazugehören. [...] Beleidigungen, Bedrohungen, Vandalismus und Sachbeschädigungen gehören zum Alltag in Behörden. Alarmsysteme, Sicherheitsdienste, Gefährderansprachen und Hausverbote können im Einzelfall dienlich sein, randalierende oder gewaltbereite Klienten zur Räson zu bringen, werden aber im Zweifel einen Akt der Gewalt am Ende nicht verhindern können. Vor diesem Hintergrund sollte sich das vorliegende Werk von Heimann und Fritzsche nicht nur auf dem Schreibtisch einer jeden Amtsleitung oder Geschäftsführung deutscher Jobcenter finden, sondern grundsätzlich jedem Mitarbeitenden in der öffentlichen Verwaltung zugänglich gemacht werden.
* Dorothea Court, Amtsleiterin des kommunalen Jobcenters Landkreis Ravensburg auf amazon.de
Das Werk richtet sich an Mitarbeitende
im öffentlichen Dienst
in Justizeinrichtungen
in Erziehungs- und Bildungseinrichtungen sowie in Berufs- und Hochschulen
im öffentlichen Personennahverkehr
und an Verantwortliche sowie Sicherheits- und Präventionsbeauftragte in all diesen Bereichen.