RICHARD BOORBERG VERLAG

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05.08.2019

UV-exponierte Arbeitsplätze im Fokus

Berufstätige im Freien tragen ein höheres Risiko für strahlungsbedingte Krankheiten

Beratungs- und Vorsorgemaßnahmen von Beschäftigen im Freien sind vom Arbeitgeber nun verbindlich anzubieten. Ziel ist es, die Aufnahme natürlicher UV-Strahlung frühzeitig zu reduzieren und dadurch das Risiko für spätere arbeitsbedingte Berufskrankheiten, wie etwa Krebserkrankungen, zu minimieren. 

Die technischen und organisatorischen Möglichkeiten zum Schutz vor natürlicher UV-Strahlung, etwa im Baugewerbe oder in der Landwirtschaft, sind begrenzt. Intensive Sonne bei der Arbeit kann zur Berufskrankheit führen. Umso wichtiger ist es, den im Freien Beschäftigten eine Vorsorgeuntersuchung zu ermöglichen, um über das Gefährungspotenzial aufzuklären und geeignete Vorsorgemaßnahmen zu treffen.

Am 17.Juli 2019 trat die Zweite Verordnung zur Änderung der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge in Kraft.

Nun muss der Arbeitgeber Beschäftigten, die intensiver Belastung durch natürliche UV-Strahlung ausgesetzt sind, eine arbeitsmedizinische Vorsorge beim Betriebsarzt anbieten. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um eine klassische Vorsorgeuntersuchung, sondern um eine Früherkennungsmaßnahme mit Anamnese und Beratung, die breits weit vor einer möglichen Krebsentstehnung ansetzt. Im Fokus der Beratung steht die Prävention, um die Entstehung etwa von Krebserkrankungen im späteren Leben zu verhindern.

Wie wichtig es ist, Vorsorgemaßnahmen zur Minimierung der Dosis an natürlicher UV-Strahlung zu treffen, zeigt die Tatsache, dass Krebserkrankungen  der Haut inzwischen zur zweithäufigsten entschädigten Berufskrankheit in Deutschland geworden sind.

 

Quelle:
https://www.bmas.de/DE/Presse/Meldungen/2019/schutz-vor-uv-strahlung-verbessert.html