RICHARD BOORBERG VERLAG

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13.04.2020

Renten steigen zum 1. Juli 2020

Anstieg im Westen um 3,45 Prozent, im Osten um 4,20 Prozent

Das Grundprinzip gilt, dass die Renten der Lohnentwicklung folgen. Des Weiteren schreitet die Angleichung der Rentenwerte in Ost und West voran.

Grundlage für die Rentenanpassung ist die Lohnentwicklung. Die für die Rentenanpassung relevante Lohnsteigerung beträgt 3,28 Prozent in den alten Ländern und 3,83 Prozent in den neuen Ländern. Auf die Renten übertragen bedeutet das: In Westdeutschland steigt die Rente um 3,45 Prozent, in den neuen Ländern um 4,20 Prozent. Der aktuelle Rentenwert (Ost) steigt damit auf 97,2 Prozent des aktuellen Rentenwerts West (bisher: 96,5 Prozent). Das Rentenniveau beträgt 48,21 Prozent.

Neben der Lohnentwicklung wird durch den Nachhaltigkeitsfaktor auch die Entwicklung des Verhältnisses von Rentenbeziehenden zu Beitragszahlenden bei der Rentenanpassung berücksichtigt. Außerdem wird durch den Faktor "Altersvorsorgeaufwendungen" die Veränderung der Aufwendungen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beim Aufbau ihrer Altersvorsorge auf die Anpassung der Renten übertragen. 

Mit der Prüfung der Niveauschutzklausel  wird sichergestellt, dass in der Zeit bis zum 1. Juli 2025 das Rentenniveau von 48 Prozent nicht unterschritten wird. Dieses beträgt für das Jahr 2020 48,21 Prozent und liegt somit über dem Mindestsicherungsniveau. 

Bei der Rentenanpassung für die neuen Bundesländer sind die im Rentenüberleitungs-Abschlussgesetz festgelegten Angleichungsschritte relevant. Der aktuelle Rentenwert (Ost) soll nun mindestens 97,2 Prozent des Westwerts erreichen undf dadurch fällt die Rentenanpassung Ost höher aus, als nach der tatsächlichen Lohnentwicklung Ost.

 

Quelle:
https://www.bmas.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/ renten-steigen-zum-1-juli-in-west-und-ost.html