RICHARD BOORBERG VERLAG

×

25.11.2019

Regierungskoalition erzielt grundsätzliche Einigung über Grundrente

Aufstockung zur regulären Rente ab 1. Januar 2021 vorgesehen

Die Grundrente ist einBeitrag zum Schutz vor Altersarmut. Mit ihr werden die Lebensleistungen von Menschen anerkannt, die gearbeitet, Kinder erzogen und Angehörige gepflegt haben, insbesondere aber aufgrund unterdurchschnittlicher Löhne im Erwerbsleben nur eine niedrige Rente erhalten. 

Die Regierungskoalition hat sich nun auf ein Grundrenten-Modell geeinigt. 1,2 bis 1,5 Millionen Rentnerinnen und Rentner werden mit der Grundrente im Alter mehr haben als die bisherige Grundsicherung. Das betrifft insbesondere Ostdeutsche und Frauen, die wegen der Familie nur in Teilzeit oder in niedrig entlohnten Berufen gearbeitet haben.

Von der Grundrente werden Versicherte profitieren, die mindestens 35 Jahre „Grundrentenzeiten“ vorweisen können, inklusive Zeiten der Kindererziehung und Pflege. 

Vorgesehen ist, die Grundrente als Zuschlag zur Rente automatisch auszuzahlen ohne eine gesonderte Beantragung. Die genaue Höhe des jeweiligen Aufstockungsbettrages erfährt der Rentner aus dem Rentenbescheid.

Eine Bedürftigkeitsprüfung durch die Rentenversicherer wird es nicht geben, jedoch eine Prüfung sonstiger Einnahmen der Rentner durch die jeweiligen Finanzämter.

Die Regierung erarbeitet derzeit einen Gesetzentwurf, in dem die Regelungen im Einzelnen festgelegt werden. Die Grundrente soll für alle für Neu- aber auch Bestandsrentner zum 1. Januar 2021 eingeführt werden. 

 

 

Quelle:
https://www.bmas.de/DE/Presse/Meldungen/2019/einigung-bei-grundrente.html