RICHARD BOORBERG VERLAG

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30.04.2020

Pflegekräfte bekommen bessere Arbeitsbedingungen

Mit einer neuen Verordnung werden die Mindestarbeitsbedingungen verbessert 

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat die Vierte Verordnung über zwingende Arbeitsbedingungen für die Pflegebranche erlassen [BAnz AT 28.04.2020 V2].

Die Verordnung verbessert die Mindestarbeitsbedingungen insbesondere in der Altenpflege, denn die Attraktivität des Pflegeberufs muss dringend gesteigert werden. Die Corona-Pandemie offenbart die große Verantwortung der Pflegekräfte für das Leben und die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger.

Die 4. Pflegekommission hatte am 28. Januar 2020 einstimmig neue Mindestarbeitsbedingungen für die Pflegebranche empfohlen. Die Verordnung macht diesen Beschluss für die Zeit vom 1. Mai 2020 bis zum 30. April 2022 branchenweit verbindlich. Erstmalig werden nach der Art der Tätigkeit und der Qualifikation differenzierende Mindestentgelte festgesetzt. Dadurch werden insbesondere Pflegefachkräfte und Pflegekräfte mit einer mindestens einjährigen Ausbildung und entsprechenden Tätigkeit bessergestellt. Die Mindestentgelte in Ost und West werden bis zum 1. September 2021 sukzessive angeglichen. Darüber hinaus wird als Ausgleich für die anstrengende, oftmals kräftezehrende Tätigkeit in der Pflegebranche bezahlter Mehrurlaub eingeführt.

Die Vierte Pflegekommission konnte die massiven Mehrbelastungen der Pflegekräfte im Zuge der Corona-Pandemie nicht vorhersehen. Die Verordnung ist jedoch ein wichtiger Schritt zur attraktiveren Gestaltung des Pflegeberufs.

Quelle:
https://www.bmas.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/ pflegekraefte-brauchen-bessere-arbeitsbedingungen.html;jsessionid=E5871C33105 A32E4AAE9F9C8C5ACAF3B