RICHARD BOORBERG VERLAG

×

23.03.2020

Kurzarbeitergeld rückwirkend ab 1. März

Neuregelung macht kurzfristige Auszahlungen möglich

Die Ausweitung des Kurzarbeitergeldes soll gezielt helfen, wenn Unternehmen mit ihren Beschäftigten durch das Corona-Virus Arbeitsausfälle haben.

Der Hauptzweck des Kurzarbeitergeldes ist, bei vorübergehendem Arbeitsausfall die Weiterbeschäftigung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu ermöglichen. Unternehmen, die unter der Coronakrise leiden, bekommen in dieser besonderen Situation Unterstützung, damit sie Entlassungen vermeiden und nach der Krise wieder durchstarten können. Dazu wurden die Voraussetzungen für den Bezug von Kurzarbeitergeld erleichtert:

  • Es reicht, wenn 10 Prozent der Beschäftigten eines Betriebes von Arbeitsausfall betroffen sind, damit ein Unternehmen Kurzarbeit beantragen kann. 
  • Sozialversicherungsbeiträge werden bei Kurzarbeit von der Bundesagentur für Arbeit vollständig erstattet.
  • Kurzarbeitergeld ist auch für Beschäftigte in Zeitarbeit möglich.
  • In Betrieben, in denen Vereinbarungen zu Arbeitszeitschwankungen genutzt werden, wird auf den Aufbau negativer Arbeitszeitkonten verzichtet.

 

Die Neuregelungen, die im Eilverfahren von Bundestag und Bundesrat beschlossen wurden, gelten rückwirkend zum 1. März 2020.

Quelle:
https://www.bmas.de/DE/Presse/Meldungen/2020/mit-kurzarbeit-gemeinsam-beschaeftigung-sichern.html