RICHARD BOORBERG VERLAG

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18.05.2020

Elterngeld-Anpassung während der Corona-Krise

Neuregelungen wurden vom Bundesrat am 15. Mai 2020 gebilligt

Die gesetzliche Neuregelung soll verhindern, dass Eltern, die durch coronabedingte Freistellung oder Kurzarbeit in eine verschlechterte Einkommenssituation geraten sind, weniger Elterngeld erhalten.

Ziel der Neuregelung ist, die materielle Situation von Eltern zu stabilisieren, die die Voraussetzungen für den Elterngeldbezug anlässlich der Corona-Pandemie nicht mehr einhalten können. Daher wurden die Elterngeld-Regelungen für die betroffenen Familien zeitlich befristet angepasst.

Am 7. Mai 2020 hatte der Bundestag einen Gesetzentwurf für Anpassungen beim Elterngeld gelesen und verabschliedet und der Bundesrat diesen am 15. Mai 2020 gebilligt. Die Bestimmungen gelten rückwirkend ab dem 1. März 2020.

Die Neuregelungen umfassen drei Bereiche:

1. Für Eltern, die in systemrelevanten Berufen arbeiten, gibt es nun die Möglichkeit einer Verschiebung der Elterngeldmonate (auch nach dem 14. Lebensmonat ihres Kindes). Ist es ihnen nicht möglich, ihre Elterngeldmonate zwischen dem 1. März und 31. Dezember 2020 zu nehmen, können sie diese spätestens bis zum 30. Juni 2021 aufschieben.

2. Der Partnerschaftsbonus bleibt bestehen, auch wenn ein Elternteil infolge der aktuellen Situation mehr oder aber weniger arbeitet als geplant. Der Bonusbetrag ist eine zusätzliche Leistung, die an Mütter und Väter ausgezahlt wird, die beide in Teilzeit arbeiten und sich dann gemeinsam um die Kindererziehung kümmern.

3. Familien und werdende Eltern, die infolge der Corona-Pandemie Einkommensersatzleistungen (z.B. Kurzarbeitergeld) erhalten, sollen dadurch keinen Nachteil haben. Diese reduzieren nicht die Höhe des Elterngeldes. 

Die Regelungen sind auf den Zeitraum vom 1. März bis 31. Dezember 2020 begrenzt. 

 

Quelle:
https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/bund-passt-elterngeld-an-1745848