RICHARD BOORBERG VERLAG

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21.10.2019

Bundeskabinett beschließt Sozialversicherungsrechengrößen 2020

Anstieg der Bezugsgrößen führt zu höheren Bundesbeiträgen

Die Sozialversicherungsrechengrößen werden jedes Jahr durch Kabinettsbeschluss (mit Zustimmung des Bundesrats) neu festgesetzt und haben u.a. Auswirkungen auf die Beiträge und Leistungen in der Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung. Die Rechengrößen für 2020 orientieren sich an der Einkommensentwicklung im vergangenen Jahr (2018). 

 

 

Das Kabinett hat die Verordnung über die Sozialversicherungsrechengrößen 2020 beschlossen. Aufgrund des Anstiegs der Bezugsgröße erhöhen sich die Beiträge des Bundes zur Kranken- und Pflegeversicherung um rund 124 Mio. Euro. Diese Mehrausgaben sind bereits berücksichtigt. 

Die den Sozialversicherungsrechengrößen 2020 zugrundeliegende Einkommensentwicklung im Jahr 2018 betrug für das gesamte Bundesgebiet 3,12 Prozent. In den alten Bundesländern lag sie bei 3,06 Prozent und in den neuen Bundesländern bei 3,38 Prozent. Bei der Ermittlung der jeweiligen Einkommensentwicklung wird auf die Veränderung der Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer abgestellt.

 

Die wichtigsten Rechengrößen für das Jahr 2020 im Überblick:

Die Bezugsgröße, die für viele Werte in der Sozialversicherung Bedeutung hat (unter anderem für die Festsetzung der Mindestbeitragsbemessungsgrundlagen für freiwillige Mitglieder in der gesetzlichen Krankenversicherung und für die Beitragsberechnung von versicherungspflichtigen Selbständigen in der gesetzlichen Rentenversicherung), erhöht sich auf 3.185 Euro/Monat (2019: 3.115 Euro/Monat). Die Bezugsgröße (Ost) steigt auf 3.010 Euro/Monat (2019: 2.870 Euro/Monat).

Die Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung steigt auf 6.900 Euro/Monat (2019: 6.700 Euro/Monat) und die Beitragsbemessungsgrenze (Ost) auf 6.450 Euro/Monat (2019: 6.150 Euro/Monat).

Die bundesweit einheitliche Versicherungspflichtgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung (Jahresarbeitsentgeltgrenze) steigt auf 62.550 Euro (2019: 60.750 Euro). Die ebenfalls bundesweit einheitliche Beitragsbemessungsgrenze für das Jahr 2020 in der gesetzlichen Krankenversicherung beträgt 56.250 Euro jährlich (2019: 54.450 Euro) bzw. 4.687,50 Euro monatlich (2019: 4.537,50 Euro).

Quelle:
https://www.bmas.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2019/ bundeskabinett-beschliesst-sozialversicherungsrechengroessen-2020.html