RICHARD BOORBERG VERLAG

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11.10.2019

Verstärkung im Kampf gegen die Cyberkriminalität

   

Die Bundesregierung hat am 02.10.2019 die vom Bundesinnenminister vorgelegte Verordnung zur Änderung der Kriminallaufbahnverordnung beschlossen. Der Bundesinnenminister kündigte an, dass das Bundeskriminalamt in Zukunft sogenannte Cyberkriminalisten einstellen werden könne.

Dabei geht es um Bewerber, die bereits ein informationstechnisch, ingenieurwissenschaftlich oder naturwissenschaftlich geprägtes Studium absolviert haben. Sie sollen künftig als Tarifbeschäftigte eine verkürzte kriminalpolizeifachliche Qualifizierung von 20 Monaten durchlaufen. Anschließend werden sie zu Kriminaloberkommissaren ernannt.

Bisher bilden die Sicherheitsbehörden in Deutschland ihre Polizeivollzugsbeamten im IT-Bereich weiter oder werden von angestellten IT-Fachkräften unterstützt, denen allerdings die polizeilichen Befugnisse fehlen.

Ein erster Testlauf, der vom Kabinett beschlossenen Reform des Ausbildungsweges, war schon zuvor angelaufen und stieß auf reges Interesse bei IT-Experten. Der neue reguläre Ausbildungsgang startet ab dem 1. April 2020 und zählt schon jetzt 40 Bewerber. Die Cyberkriminalisten werden im Fachbereich Kriminalpolizei der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung qualifiziert.