RICHARD BOORBERG VERLAG

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31.10.2023

Internationaler Clankongress: Vereint im Kampf gegen Clankriminelle

  

Auf dem ersten „Internationalen Kongress zur Bekämpfung der Clankriminalität“ am 30.10.2023 im Ministerium des Innern für das Land NRW diskutierten mehr als 150 (inter-)nationale Expertinnen und Experten über kriminelle Clanstrukturen in Deutschland und Europa.

Im Fokus des Kongresses stand der Austausch mit nationalen und internationalen Expertinnen und Experten zum Phänomen „Clankriminalität“. Fachleute aus Theorie und Praxis kamen in Düsseldorf zusammen, um sich über Bekämpfungsstrategien und den aktuellen Forschungsstand auszutauschen.

Innenminister Herbert Reul: „Die großen illegalen Geschäfte der Clans hören nicht an Ländergrenzen auf. Das Problem krimineller Machenschaften der Clans ist ein Problem, das uns alle betrifft: Die Strafverfolgungsbehörden in Europa, aber zuallererst die Bürgerinnen und Bürger, die wir schützen wollen. Der Kongress dient auch dazu, eine Gesprächsplattform zu schaffen, auf der sich die Sicherheitsbehörden gezielt zum Phänomen ‚Clankriminalität‘ über Strategien und Erfahrungen austauschen.“

Fachvorträge und Networking

An dem Kongress nahmen über 150 nationale wie internationale Expertinnen und Experten aus Sicherheitsbehörden sowie Behörden, national wie international, teil. Neben zahlreichen Fachvorträgen standen auch das Networking und der persönliche Austausch auf der Agenda. Aus Nordrhein-Westfalen stellte sich unter anderem die Sicherheitskooperation Ruhr vor.

Europol entsandte einen Experten, der die europaweite Lage zu Clankriminalität darstellte. Ein Vertreter der schwedischen Polizei gab Einblick in die Bekämpfungsstrategien gegen Clankriminelle in Schweden sowie verschiedene Präventionsprogramme, die in schwedischen Großstädten laufen. Erst im September startete das nordrhein-westfälische Aussteigerprogramm „Kurve kriegen“ unter dem Namen „Rätt Kurva“ in Schweden. Ein Vertreter der Staatsanwaltschaft Rotterdam gab Einblicke in die Bekämpfung albanischer Kriminalität in den Niederlanden.

Syrische Clanstrukturen

Auch syrische Clanstrukturen wurden thematisiert. Ein Experte des Landeskriminalamtes stellte erste Forschungsergebnisse zu neuen und alten Clanstrukturen vor. Herbert Reul betont: „Mit Blick auf die aktuelle Diskussion um Migrantinnen und Migranten: Wir müssen wissen, wen wir aufnehmen. Und wir müssen aufpassen, dass sich die Geschichte nicht wiederholt. Illegale Parallelstrukturen mit eigenen Normen und Werten dürfen keinen Raum bekommen. Deshalb analysieren wir genau, wie die Situation der Menschen heute ist, die in Folge des Krieges in Syrien etwa zu uns gekommen sind. Mir ist es wichtig, mögliche syrische Clanstrukturen frühzeitig unter die Lupe zu nehmen.“

Die Pressemitteilung im Volltext finden Sie hier.

Quelle:
Pressemitteilung des Ministeriums des Innern für das Land Nordrhein-Westfalen vom 30.10.2023, zuletzt abgerufen am 31.10.2023.
 
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