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Exilforschung – Ein internationales Jahrbuch
Herausgegeben im Auftrag der Gesellschaft für Exilforschung
Claus-Dieter Krohn, Erwin Rotermund, Lutz Winckler und Wulf Köpke unter Mitarbeit von Michaela Enderle-Ristori
Band 25
Übersetzung als transkultureller Prozess
2007, 293 Seiten
ISBN 978-3-88377-894-5
€ 32,00
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Über den Band
Über das Jahrbuch
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Übersetzen ist stets ein Akt des Dialogs zwischen dem Selbst und dem Anderen, zwischen kulturell Eigenem und Fremdem. Übersetzen bedeutet insofern auch deutende Vermittlung kultureller Verschiedenheit im Sinne einer »Äquivalenz des Nicht-Identischen« (P. Ricoeur). Ein kulturtheoretisch fundierter Übersetzungsbegriff ist daher geeignet, die traditionelle Exilliteratur aus den Engpässen von muttersprachlicher Fixierung und verselbstständigter Fortschreibung von Nationalliteraturen herauszuführen. Er regt dazu an, das Übersetzen als Alternative zu den Risiken von Dekulturation bzw. Akkulturation aufzufassen und nach Formen der Entstehung neuer Identitäten zu suchen, welche in der Extraterritorialität der Sprache und in der Entstehung einer transkulturellen »Literatur des Exils« ihren Ausdruck finden. Der Band präsentiert Überlegungen und Analysen zu Übersetzern und Übersetzungen von bzw. durch Exilautoren (u.a. Hermann Broch, Heinrich Mann, Hans Sahl, Anna Seghers). Er enthält Studien zu Sprachwechsel und Mehrsprachigkeit von Autoren sowie Beispiele eines Schreibens »zwischen« den Sprachen (Walter Abish, Vladimir Nabokov, Peter Weiss), die eine geografische und zeitliche Entgrenzung der »Exilliteratur« nahelegen. Ein Register aller Beiträge der Bände 1 bis 25 des Jahrbuchs gibt einen Überblick über den Stand der Exilforschung.
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