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Bürgerbeteiligung

Führen und Steuern von Beteiligungsprozessen
von Dr. Siegfried Mauch
2014, 224 Seiten
in den Warenkorb    € 19,90
Schriftenreihe der Führungsakademie Baden-Württemberg
ISBN 978-3-415-05179-9

Bürgerbeteiligung: Beteiligungsprozesse richtig führen und steuern

Bürgerbeteiligung ist ein zentrales Thema in Politik und Verwaltung. Im Fokus dieses Buches steht die Führung und Steuerung von Beteiligungsprozessen.

Von Government zu Governance

Im ersten Kapitel grenzt der Autor zunächst die Steuerung von Bürgerbeteiligungsprozessen gegenüber dem Modell der neuen Steuerung ab. Er beschreibt, welche Bedeutung die Wissensgesellschaft für Bürgerbeteiligung hat. Dabei zeigt er auf, wie infolge einer Staatsleitbildveränderung von Government zu Governance die klassischen staatlichen Interventionsstrategien an Kraft verloren haben und welche diese ersetzen können. Es wird deutlich, dass diese Veränderung nicht nur das Außenverhältnis des Staates zur Gesellschaft, sondern wesentlich auch die Binnenmodernisierung der Verwaltung bestimmt.

Akteure, Rollen, Interessen und Konflikte

In Kapitel 2 geht der Verfasser der Frage nach, wer die zu beteiligende Öffentlichkeit ist und wie sie erfasst werden kann. Dazu werden die in diesem komplexen Veränderungsfeld wirkenden Akteure, ihre Rollen, Interessen, Ziele und die sich daraus ergebenden Konfliktfelder beschrieben und geklärt. Der Autor geht auch darauf ein, dass die Zivilgesellschaft keine homogene Gruppe ist, sondern in unterschiedliche Milieus zerfällt. Sie verfügt über unterschiedliche Beteiligungsbereitschaften und Einflüsse und muss daher strategisch differenziert angesprochen bzw. mobilisiert werden. Passend dazu wird anhand eines wiedergegebenen Schulungsbeispiels eine Akteursanalyse vorgestellt.

Laterale Führung

Im Unterschied zu den Bediensteten öffentlicher Verwaltungen sind Akteure der Zivilgesellschaft weder über Hierarchie noch über Weisungen erreichbar. Um Beteiligungen wirksam zu führen und zu steuern, können die in der Verwaltung üblichen hierarchischen Instrumentarien nicht benutzt werden. Deshalb sind neue Ansätze zu entwickeln. Im dritten Kapitel stellt der Autor das Modell der lateralen Führung vor. Er zeigt auf, dass dieses an personaler Führung ausgerichtete Modell auch einen passenden organisationalen Bezugsrahmen erfordert.

Change Management

Kapitel 4 erklärt, dass Bürgerbeteiligung nicht nur ein nach außen gerichteter Prozess ist, sondern auch einen nach innen gerichteten Veränderungsprozess auslösen muss. Das Buch führt in die Anforderungen des Change Managements ein und verdeutlicht anhand eines Schulungsbeispiels, welche Interventionsfelder bei einem Veränderungsprozess bedient werden müssen. Dabei wird Bürgerbeteiligung als ein Staat und Gesellschaft gleichermaßen umfassender Lernprozess beschrieben.

Steuerung, Projektentwicklung, Öffentlichkeitsbeteiligung

Anschließend stellt der Autor in Kapitel 5 anhand eines Steuerungskreises auf drei Ebenen die zu beachtenden Stationen im Bereich der Steuerung, bei der Projektentwicklung und der Öffentlichkeitsbeteiligung vor. Die Leser erfahren, wie sie strategische und operative Projekte aufsetzen und managen sollten. Ihnen wird gezeigt, wie sie ausgehend von der Aufgabenstellung die Beteiligungsrelevanz eines Vorhabens feststellen können. Dabei werden die Leser in die VwV-Öffentlichkeitsbeteiligung des Landes Baden-Württemberg sowie in andere Prüfungsformate eingeführt. Auch die Bezüge zu den VDI-Richtlinien 7000 und 7001 werden dargestellt.

Personal und Beteiligungsmanagement; Aufwand und Nutzen

Kapitel 6 beschreibt vor dem Hintergrund der zu erwartenden Aufgabenverschiebung und der Vision »kommunaler Intelligenz« die Anforderungen an das Personal und an das Beteiligungsmanagement. Kapitel 7 stellt Aufwand und Nutzen von Bürgerbeteiligungen gegenüber. Das letzte Kapitel schließt mit einem Überblick über den Gesamtlehrgang »Bürgerbeteiligung« das Buch ab.

Über die Reihe
Bürgerbeteiligung

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