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studierte 1840-43
Rechtswissenschaften in Paris |
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I. Biographie |
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12. Dezember 1821 |
Gustave Flaubert wird in Rouen (Frankreich) als Sohn des
Chirurgen und späteren Chefarztes des Krankenhauses von
Rouen Achille-Cléophas Flaubert und Justine-Caroline Fleuriot
geboren. [1] |
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Februar 1832 August 1840 |
Gustave besucht das Collège Royal von Rouen und ist dort ein ganz guter Schüler. [3] Er wird jedoch 1839 wegen Verweigerung einer Strafarbeit von der Schule verwiesen. Dennoch legt er am 23. August 1840 als Externer erfolgreich sein Abitur ab. [4] |
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1834-1835 |
Der junge Flaubert verfasst erste Theaterstücke, Dramen und historische Romane und gründet auch eine Schülerzeitung (»Art et Progrès«) deren einzige Mitarbeiter sein Freund Ernest Chevalier und er selbst sind. [5] |
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1837 |
Am 12. Februar wird im »Colibri« (einer kleinen in Rouen erscheinenden literarischen Zeitung) zum ersten Mal eine Erzählung Flauberts abgedruckt. Es handelt sich dabei um »Bibliomanie«. [6] |
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1840 |
Nachdem der junge Flaubert im August sein Abitur bestanden hat, macht er eine Reise in die Pyrenäen und nach Korsika. [7] |
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10. November 1841 |
Flaubert immatrikuliert sich auf Wunsch des Vaters an der juristischen Fakultät in Paris, wohnt jedoch zunächst weiterhin in Rouen. [8] |
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1842 |
Als Flaubert durch Losverfahren vom Militärdienst befreit wird zieht er nach Paris. Dort besteht er im Dezember die erste juristische Jahreszwischenprüfung. [9] |
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1843 |
Flaubert verkehrt vermehrt im Atelier des Bildhauers Pradier und lernt Victor Hugo kennen. [10] Im August desselben Jahres fällt Flaubert durch die zweite Jahreszwischenprüfung. Grund dafür dürfte sein innerer Widerstand gegen das ihm so verhasste, vom Vater aufgezwungene Jurastudium sein. [11] |
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1844 |
Auf einer Kutschfahrt von Pont l'Evèque nach Honfleur erleidet Flaubert einen ersten Nervenanfall. Daraufhin erlaubt ihm die Familie sein Studium aufzugeben und sich ganz seinen Interessen zu widmen. Fortan verbringt er einen Großteil seiner Zeit auf dem Landsitz seiner Familie in Croisset. Die Nervenkrankheit sollte Flaubert sein ganzes Leben begleiten. Heute spekuliert man, dass es sich bei seiner Krankheit um Epilepsie handelte. [12] |
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1. Mai 1847 |
Dreimonatige Wanderung mit Maxime du Camp durch die Touraine, die Bretagne und die Normandie. Es entstehen die Reisenotizen »Par les champs et par les grèves«. [13] |
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Februar 1848 |
Flaubert reist nach Paris um dort die Februarrevolution mitzuerleben. Am 24. Februar dringt er zusammen mit den Aufständischen in die Tuilerien ein. [14] |
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29. Oktober 1849 Juni 1851 |
Orientreise mit Maxime Du Camp: Ein kleinerer Auftrag des Landwirtschaftsministeriums verschafft den beiden auf ihrer Reise finanzielle Unterstützung. Als Flaubert nach Croisset zukehrt, beginnt er die Arbeiten an dem Roman »Madame Bovary«. [15] |
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1856/1857 |
Die »Revue de Paris« veröffentlicht am 1. Oktober 1856 einen Auszug aus »Madame Bovary«. Wegen der detaillierten Schilderung des Ehebruchs der Madame Bovary wird Flaubert und die Revue daraufhin eines Verstoßes gegen die Moral und die Religion angeklagt. [16] Flaubert gelingt es nicht den Prozess abzuwenden, wird jedoch schließlich am 7. Februar 1857 freigesprochen. Noch im April desselben Jahres wird »Madame Bovary« als Buch veröffentlich. [17] |
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September 1857 Februar 1862 |
Flaubert arbeitet fünft Jahre ununterbrochen an dem historischen Roman »Salammbô«, der eine Episode aus den Kämpfen zwischen Rom und Karthago schildert. [18] Als der Roman am 24. November 1862 erscheint, findet das Buch sofort reißenden Absatz. Von nun an verkehrt Flaubert häufiger in Salons berühmter Häuser und in aristokratischer Gesellschaft [19] |
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15. August 1866 |
Flaubert wird zum Ritter der Ehrenlegion ernannt. [20] |
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17. November 1869 |
»L'Education sentimentale« erscheint, nachdem Flaubert 26 Jahre (mit zahlreichen Unterbrechungen) daran gearbeitet hat. [21] In diesem Roman zeigt Flaubert anhand der Biografie des jungen Jurastudenten Frédéric Moreau die Zerstörung privater Illusionen und politischer Ideale nach dem Scheitern der Revolution von 1848 auf. [22] |
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6. August 1874 |
Flaubert beginnt den Roman »Bouvard et Pécuchet« zu schreiben. (Dieser wird jedoch erst 1881 nach seinem Tod unvollendet veröffentlicht). [23] Es handelt sich bei diesem Roman um eine Satire auf menschliche Dummheit, naiven Fortschrittsoptimismus und Spießbürgertum, äußerlich verpackt als Geschichte zweier Kanzleischreiber die unverhofft zu Reichtum gelangen. [24] |
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1875 |
Infolge finanzieller Schwierigkeiten muss Flaubert den Bauernhof Deauville verkaufen, den er von seiner Mutter nach deren Tod am 6. Mai 1872 geerbt hatte. Flaubert besitzt keinerlei Einnahmen, da er die Rechte an seinen Werken gegen feste Summen an seine Verleger abgetreten hatte. Deshalb befürchtet Flaubert auch Croisset verkaufen zu müssen. Es gelingt ihm jedoch dies abzuwenden. [25] |
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1877 |
»Trois Contes« (Zusammenfassung der Erzählungen »Un Cur simple«, »Saint Julien l'Hospitalier« und »Hérodias«) erscheint am 24. April 1877 nach etlichen Vorveröffentlichungen in Zeitungen als Buch. Da die Erzählungen sehr hohe Anforderungen an den Leser stellen, bleibt der erhoffte Verkaufserfolg trotz positiver Kritiken aus. [26] |
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April 1880 |
Zola, Céard, Huysmans, Hennique, Alexis, Maupassant und andere »Naturalisten«, widmen ihrem »Meister« Gustave Flaubert den Sammelband »Soirées de Médan«. [27] |
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8. Mai 1880 |
Flaubert stirbt in Croisset an einem Schlaganfall. Die Beisetzung findet auf dem Friedhof in Rouen statt. [28] |
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II. Zitate |
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Flaubert's Entschluss zum Jurastudium (1839): |
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III. Quiz |
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IV. Bibliographie |
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Haas, Eugen |
Flaubert und die Politik |
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Haffmans, Gerd (Hrsg.)/Cavigelli, Franz (Hrsg.) |
Über Gustave Flaubert |
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Krömer, Wolfram |
Flaubert |
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Sartre, Jean-Paul |
Der Idiot der Familie. |
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Scheffel, Helmut (Hrsg./Übersetzung) |
Gustave Flaubert |
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V. Links |
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@lalettre.com |
Gustave Flaubert |
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Cethegus |
2000, Gustave Flaubert; Kurz-Biographie |
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Encarta Encyclopedia |
2000, Flaubert, Gustave |
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Encyclopaedia Britannica |
2000, Flaubert, Gustave |
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Guinot, Jb. |
Gustave Flaubert (1821-1880) |
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Lacourière, Christian |
1999, Gustave Flaubert (1821-1880) |
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Pegasos Literature related resources |
2000, Gustave Flaubert (1821-1880) |
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Projekt Gutenberg DE |
Gustave Flaubert |
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Sun, Qian |
1999, Poétique et génétique de l'espace
Hérodias de Flaubert |
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Quellennachweis: |
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[1]
Sartre, Jean-Paul, Der Idiot der Familie, Band 1, S. 131ff.
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