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1805 juristisches Studium in Halle
1812 Referendarexamen in Wien |
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I. Biographie |
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10. März 1788 |
Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff wird auf Schloß Lubowitz bei Ratibor (Oberschlesien) als zweites von fünf Kindern einer katholischen Adelsfamilie geboren. Erzogen wird er zusammen mit seinem Bruder Wilhelm von dem Hofmeister und katholischen Pfarrer Bernhard Heinke. [1] |
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5. Oktober 1801 |
Eichendorff besucht mit seinem Bruder Wilhelm drei Jahre lang das Matthias-Gymnasium in Breslau. Während dieser Zeit wohnen sie im St. Josephs-Konvikt und nehmen an zahlreichen Theateraufführungen teil. Der junge Eichendorff wirkt selbst im Schülertheater sowie an einer Schülerzeitung mit. [2] |
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Juli/August 1804 |
Nachdem Eichendorff seine Abschlußexamina erfolgreich abgelegt hat, kehrt er nach Lubowitz zurück. Am 22. Oktober hospitiert er weiter am Gymnasium in Breslau und nimmt nun auch gastweise an Vorlesungen der dortigen Universität teil. Hier interessiert er sich insbesondere für griechische Literatur. [3] |
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April 1805 |
Eichendorff immatrikuliert sich zusammen mit seinem Bruder Wilhelm als Student der Rechte an der Universität Halle, wo sie Mitglied der Schlesischen Landsmannschaft werden. [4] |
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1806/1807 |
Im 4. Koalitionskrieg der europäischen Mächte gegen die Verbreitung revolutionärer Ideen und die Expansionspolitik Napoleons erleidet die preußisch-sächsische Armee in der Schlacht bei Jena und Auerstedt eine vernichtende Niederlage. [5] Lubowitz und Umgebung sind von französisch-bayerischen Truppen belagert. Am 30. Oktober 1806 erfährt Eichendorff auf einer Ferienreise in Lubowitz von der Schließung der Universität Halle durch Napoleon. Unter diesen Bedingungen beschließen die Brüder ihre Studien in Heidelberg fortzusetzen. [6] |
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17. Mai 1807 13. Mai 1808 |
Joseph und Wilhelm nehmen in Heidelberg vor allem an juristischen Vorlesungen bei Prof. Justus Thibaut teil, bei dem auch Goethe später studierte. [7] Des weiteren lernen sie auch Privatdozent Joseph Görres kennen, der als Publizist gegen Napoleon kämpft und sich später für eine freiheitliche Verfassung eines vereinigten Deutschlands einsetzt. [8] |
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1810 |
Um eine Anstellung im Staatsdienst zu finden, beschließen die Brüder ihre Studien mit der juristische Staatsprüfung in Wien abzuschließen. [9] |
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1812 |
Joseph von Eichendorff besteht seine juristischen Examina in fast allen Fächern mit Auszeichnung. [10] |
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1813 |
Im März 1813 erklärt Friedrich Wilhelm III. durch preußische Patrioten gezwungen Frankreich den Krieg. Der Aufruf »An mein Volk« entflammt im ganzen Land spontane Opferbereitschaft für die Befreiungskriege. [11] Es entstehen freie Jägerbände, u.a. auch das Lützower Freikorps, in das auch Joseph von Eichendorff (mangels einer anderen geeigneten beruflichen Stelle) einrückt. [12] |
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1814 |
Nach mehreren Monaten Garnisonsdienst in der Festung Torgau wird Eichendorff nach dem Ersten Pariser Friede (Mai 1814) aus dem Kriegsdienst entlassen ohne jemals an eigentlichen Kämpfen teilgenommen zu haben. [13] |
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1815 |
Auf Empfehlung Gneisenaus wird Eichendorff im März 1815
beim Oberkriegskommissariat in Berlin als Sekretär eingestellt.
Kurz darauf heiratet er am 7. April (gegen den Willen seiner
Eltern) die nur wenig begüterte Aloysia von Larisch, die ihm
am 30. August 1815 sein ersten Sohn Hermann zur Welt
bringt. [14] |
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Dezember 1816 |
Eichendorff absolviert sein Referendariat ohne Gehalt bei der königlichen Regierung in Breslau. [17] |
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16. Oktober 1819 |
Zum Bestehen seiner Assessorprüfung verfaßt Joseph von Eichendorf die Prüfungsarbeit »Über die Folgen von der Aufhebung der Landeshoheit der Bischöfe und der Klöster in Deutschland«. Trotz Befürchtungen seine Arbeit könnte auf Grund ihres Engagements für den Katholizismus eine negative Aufnahme finden, fällt die Beurteilung sehr positiv aus. Daraufhin wird er im Dezember 1819 in Breslau als Assessor angestellt. [18] |
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1820 |
Vom Spätsommer bis Jahresende arbeitet der Jurist als Hilfsarbeiter am Kultusministerium in Berlin. [19] |
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Januar 1821 |
Eichendorff übernimmt 1821 kommissarisch das Amt eines
katholischen Kirchen- und Schulrats in Danzig. Da dieses
Sachgebiet im protestantischen Preußen wenig angesehen ist,
muß Eichendorff der dieses Referat bis zu seiner
Pensionierung inne haben wird zahlreiche Zurücksetzungen
und Enttäuschungen hinnehmen. [20] |
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1824 ff. |
Schließlich wird Eichendorff 1824 nach Königsberg versetzt und zum Oberpräsidialrat ernannt. Da er jedoch bei dieser Stelle immer mehr zu untergeordneter bürokratischer Verwaltungsarbeit genötigt wird, bemüht er sich fortan um eine Versetzung: 1828 versucht er vergebens durch Vermittlung von Görres eine Anstellung in Bayern zu finden. Daraufhin fährt er im Sommer 1831 nach Berlin und arbeitet als Hilfsarbeiter an verschiedenen Ministerien. [22] |
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1826 |
»Aus dem Leben eines Taugenichts« wird erstmals vollständig zusammen mit »Das Schloß Dürande« und einem Anhang von Gedichten veröffentlicht. [23] |
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1830 |
Eichendorff verfaßt die Schrift »Die konstitutionelle Prozeßgesetzgebung in Deutschland«. [24] |
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1832 |
Als Satire auf das Hambacher Fest entsteht das Werk »Auch ich war in Arkadien!«. [25] |
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1838 |
Reise nach Wien, wo er als Vertreter des preußischen Kulturministeriums mit Fürst Metternich Gespräche führt. [26] |
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1841 |
Ernennung zum Geheimen Regierungsrat im Kultusministerium. [27] |
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1843 |
Im Frühjahr erkrankt Eichendorff an einer schweren Lungenentzündung. Nach mehreren Gesuchen um Entlassung aus dem Staatsdienst wird er am 30. Juni nach Abschluß des Werks »Die Wiederherstellung des Schlosses der deutschen Ordensritter zu Marienburg«, das er im Auftrag des Königs geschrieben hat in den Ruhestand versetzt. [28] |
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1853 |
Auszeichnung mit dem »Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst« durch König Maximilian II. von Bayern. [29] |
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26. November 1857 |
Eichendorff verstirbt nach kurzer Krankheit im Hause seiner Tochter Therese von Besserer in Neiße und wird dort neben seiner Gattin auf dem Friedhof St. Jerusalem bestattet. [30] |
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II. Zitate |
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Zitat zu den Wissenschaften an der Universität: |
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III. Quiz |
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IV. Bibliographie |
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Bernmeier, Helmut |
Joseph von Eichendorff |
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Damberg, Norbert, u.a. |
Joseph von Eichendorff und Westfalen |
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Debon, Günther |
Das Heidelberger Jahr Joseph von Eichendorffs |
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Frühwald, Wolfgang |
Eichendorff Chronik |
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Koenigswald, Harald v. (Hrsg.) |
Joseph von Eichendorff |
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Köhler, Willibald |
Joseph von Eichendorff |
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Pörnbacher, Hans |
Joseph Freiherr von Eichendorff als Beamter |
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Rosendorfer, Herbert |
Leben und Wirken von drei Dichter-Juristen |
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Stöcklein, Paul |
Der Dichter des Taugenichts |
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Wohlhaupter, Eugen |
Joseph Freiherr von Eichendorff |
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V. Links |
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Albertus-Magnus- |
1997/98, Joseph von Eichendorff (1788 - 1857): |
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Xlibris |
2000, Joseph von Eichendorff
http://www.xlibris.de/ |
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Cethegus |
1999, Joseph Freiherr von Eichendorff; Kurz-Biographie |
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Stasch, Irena |
2000, Joseph von Eichendorff (1788-1857) |
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Koenig, Barbara |
2000, Eichendorff-Links |
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Projekt Gutenberg DE |
Joseph (Karl Benedikt) Freiherr von Eichendorff |
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Quellennachweis: |
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[1}
Hillach, Ansgar, in: Joseph von Eichendorff, Werke Band I, München 1970, S. 33
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